Lesetipp „Cyberchondrie“: Wenn Dr. Google krank macht

Eigentlich wollen sich die Betroffenen durch die Recherche im Internet nur beruhigen – steigern dadurch aber ihre Ängste.
Eigentlich wollen sich die Betroffenen durch die Recherche im Internet nur beruhigen – steigern dadurch aber ihre Ängste.

Bei Gesundheitsfragen ist Google eine beliebte Anlaufstelle. Aber Vorsicht: Die Suchmaschine birgt viele Gefahren. Im schlimmsten Fall wird die Suche nach Krankheiten im Netz zum Zwang.

Zwanghafte Ängste

Plötzlich muss sie bitterlich weinen. Ihre Hände hält die junge Frau verzweifelt vor ihr Gesicht. Sie will nichts mehr sehen. Sie klappt den Laptop zu. Und dennoch, in ihrem Kopf ploppt in großen, grellen Buchstaben ein Wort immer wieder auf: Brustkrebs. Die Pfälzerin hat panische Angst, daran zu erkranken. Täglich untersucht sie ihren Körper vorm Spiegel. Jede noch so kleinste Unebenheit, jeder Fleck veranlasst sie, zu googeln. Sie verbringt Stunden im World Wide Web, vernachlässigt andere Lebensbereiche, recherchiert zwanghaft nach Symptomen, sucht Antworten auf Fragen und vor allem nach Erleichterung.

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„Cyberchondrie“ ist kein eigenes Krankheitsbild – sondern ein Ausdruck einer pathologischen Angst vor Krankheiten.
Pfalz

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