Rheinland-Pfalz CDU-Rezept gegen Ärztemangel: Mehr Stipendien und Studienplätze
Unter anderem eine Kooperation mit der Universität des Saarlandes beim Medizinstudium soll nach Vorstellung der CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag einem drohenden Ärztemangel im Land gegensteuern. Der Entschließungsantrag, den die Christdemokraten nach RHEINPFALZ-Informationen am Donnerstag im Plenum zur Abstimmung stellen möchten, sieht Folgendes vor: 100 zusätzliche Studienplätze In Homburg, von denen 50 für Kandidaten aus Rheinland-Pfalz reserviert sein sollen – gekoppelt an die Bedingung, dass die Nachwuchsmediziner dann anschließend mindestens zehn Jahre im Bundesland arbeiten sollen. Das soll dem Antrag zufolge auch für 100 Stipendien für ein Medizinstudium im Ausland gelten. In beiden Modellen vorgesehen ist auch ein Kontingent von Plätzen für den Bereich der zunehmend schwach besetzten Kinder- und Jugendmedizin. Damit die vom Land vorgeschlagene Quote, die in ländlichen Gebieten die Versorgung mit Kinderärzten sicherstellen soll, ihre Wirkung tatsächlich entfalten kann, schwebt der CDU ein spezielles Stipendium für Studierende dieser Fachrichtung von 500 Euro pro Monat vor. Einhergehen müsse das mit dem Ausbau stationärer Weiterbildungskapazitäten. „Wir haben (...) keinen Fachkräftemangel, sondern ein Ausbildungsplatzdefizit“, heißt es in dem CDU-Antrag. Es gebe in Rheinland-Pfalz mehr junge Menschen, die gerne Arzt werden würden, als Studienplätze. Finanzieren soll das Paket nach Vorstellung der Fraktion das Land.