Rheinland-Pfalz Bildungsministerin warnt: Maskengegner wollen Schüler ansprechen
[Aktualisiert: 17.50 Uhr] Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hat seine Schulen vor Aktionen von Maskengegnern am 9. November gewarnt. Das hat ein Sprecher gegenüber der RHEINPFALZ bestätigt. Es gebe Hinweise, dass die Initiative „Querdenken“ deutschlandweit an 1000 Schulen Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will. „Es sollten Aktivisten vor Ort (gewünscht ist jeweils ein Elternteil, ein Arzt und ein Anwalt) gezielt Kinder und ihre Angehörigen auf dem Schulweg ansprechen. Ihre Intention: Menschen zu Maskenskeptikern, wenn nicht gar zu Gegnern zu machen“, schreibt die Schulaufsicht in einer Rundmail an alle Schulen.
Aktion ein Fake?
Am Donnerstagnachmittag teilte „Querdenken 711“ mit, die angebliche Aktion sei nur ein Test gewesen – um die interne Kommunikation auf Lecks zu überprüfen. Ob die geplante Aktion tatsächlich nur ein Fake war, blieb zunächst unklar.
Den Informationen aus dem Rundschreiben zufolge, das der RHEINPFALZ vorliegt, sollen „Querdenken“-nahe Eltern planen, Kinder und deren Eltern auf dem Schulweg anzusprechen und ihnen unwirksame Masken mit dem „Querdenken“-Logo in die Hand zu drücken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten.
Die Schulen sollen deshalb nochmals das Thema Mund-Nasen-Maske im Unterricht thematisieren und die Schüler aufklären. Untersagt ist laut Behörde, das Schulgelände ohne Maske oder mit ungeeigneten Maskenattrappen zu betreten.
Auch Nordrhein-Westfalen warnt Schulen
Auch das nordrhein-westfälische Bildungsministerium hat seine Schulen vor der bundesweit geplanten Maskengegner-Aktion gewarnt. Laut dem Düsseldorfer Ministerium hat sich die Initiative für die Aktion extra „das besondere Datum des 9. Novembers“ ausgesucht. Auf einer in der E-Mail verlinkten Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung wird der „Schicksalstag“ der deutschen Geschichte erklärt, an dem 1938 die Pogromnacht stattfand und 1989 die Mauer fiel.
Sollten Maskengegner Schulgelände betreten oder Kinder und Jugendliche bedrängen, sollen die Lehrer die Polizei rufen, so das Ministerium.