Ludwigshafen BASF will nach 2030 CO2-freie Technologien im Weltmaßstab ausrollen
Die BASF zieht beim Klimaschutz das Tempo an: Das Unternehmen soll bis 2050 klimaneutral sein. Das bisherige mittelfristige Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 trotz Wachstums nicht zu erhöhen, wird deutlich angehoben. Geplant sind deswegen Investitionen von 3 bis 4 Milliarden Euro, wo genau, ist bisher offen. Davon soll bis 2025 bis zu 1 Milliarde Euro investiert werden, weitere 2 bis 3 Milliarden Euro sollen bis 2030 in Projekte fließen. Dabei geht die BASF auch neue Wege: Unter anderem sind eigene Investitionen in Windenergie- und auch in Solaranlagen geplant. Die Windmühlen könnten sehr rasch realisiert werden, da die Maßnahmen – neben dem Einsatz neuer Technologien, die sich zumeist im Pilotprojektstadium befinden – auch auf die schrittweise Umstellung des Strombedarfs für die Produktion auf erneuerbaren Strom vorsehen. Mit der Summe von 1 Milliarde Euro können rechnerisch rund 1000 Megawatt Windkraftanlagen an Land errichtet werden. Handelt es sich um Anlagen auf hoher See, ist die Megawatt-Summe geringer, da diese Anlagen deutlich teurer sind, aber auch eine höhere Wind- und damit Stromausbeute haben.
Nach 2030 plant die BASF Investitionen in noch größerem Rahmen, mehr als 10 Milliarden Euro. Sie werden weltweit in Anlagen in industriellem Maßstab fließen, die die neuen Technologien – etwa die CO2-freie Wasserstoffproduktion oder Elektro- statt Gasöfen in Steamcrackern, in denen Basischemikalien hergestellt werden – auf ein neues Niveau heben und die spätestens ab diesem Zeitpunkt wettbewerbsfähig sein sollen. Abhängig ist das aber davon, ob bis dann ausreichend Ökostrom zu deren Betrieb zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung steht.
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