Saarbrücken Arbeitsmarkt: Zahlreiche Dellen, aber kein Totalschaden

Das weltgrößte Lkw-Werk von Daimler in Wörth. Dort sind 10.300 Arbeitnehmer beschäftigt.
Das weltgrößte Lkw-Werk von Daimler in Wörth. Dort sind 10.300 Arbeitnehmer beschäftigt.

Mit voraussichtlich rund 118.200 Arbeitslosen wird deren Anzahl im zu Ende gehenden Jahr landesweit um 20.500 (20,9 Prozent) höher liegen als 2019. Das sagte der stellvertretende Geschäftsführer der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Walter Hüther, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Zugleich ist die Beschäftigung, Stand September, um 0,6 Prozent auf 1,45 Millionen Menschen zurückgegangen. Davon betroffen waren vor allem das verarbeitende Gewerbe, die Gastronomie und die Zeitarbeit. Es seien „ein paar“ Dellen dazugekommen, „aber es ist noch kein Totalschaden“, umschrieb Hüther die stark durch die Corona-Krise geprägte Situation auf dem rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt.

Dass die Arbeitslosigkeit nicht noch stärker gestiegen ist, hat laut Walter Hüther vor allem zwei Gründe: Zum einen mache sich hier die Kurzarbeit bemerkbar, von der auch viele rheinland-pfälzische Betriebe Gebrauch machten. Zum anderen sei es geradezu „phänomenal“, wie quasi alle Betriebe versuchten, ihre Mitarbeiter zu halten.

Zumindest zu Beginn des Jahres rechnet Hüther nicht mit einer Besserung am Arbeitsmarkt. „Wir erwarten jetzt zwei, drei harte Monate“, sagt er, zeigt sich mit Blick auf das gesamte Jahr 2021 gleichwohl „verhalten positiv“.

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