Wasserball
Zweitligist SC Neustadt will gegen Schlusslicht Darmstadt konzentrierten Start hinlegen
Die Zweitliga-Mannschaft des SC Neustadt startet mit dem Nachholspiel gegen den WV Darmstadt ins neue Jahr. Am Sonntag um 14 Uhr im Stadionbad spielt somit der verlustpunktfreie SCN gegen die Hessen, die mit fünf Niederlagen nach fünf Partien das Tabellenende zieren. Der SCN liegt mit vier Siegen auf Rang zwei, an der Spitze steht der SV Cannstatt mit bereits fünf Siegen. Gewinnt der SCN, zieht er zunächst nach Punkten mit Cannstatt gleich. Die Tordifferenz bei Cannstatt beträgt 65, der SCN hat ein Plus von 39. Bei einem Kantersieg würde sogar die Tabellenführung winken.
Doch SCN-Coach Thorsten Preuß betont: „Wir wollen nicht arrogant wirken, wir gehen das Spiel so an, dass sich auch unsere Bankspieler präsentieren können. Unsere Jungs dürfen Fehler machen.“ Anders als im Vorjahr, die 23:3 gewonnen wurde, plant Preuß nicht mit einem „A und B-Team“. Gegen Darmstadt hatte er beim Heimspiel im Vorjahr nach einem hervorragenden Spielverlauf im ersten Viertel zwei Varianten für das Becken eingeteilt. So durften die Spieler der zweiten Reihe ein eigenes Team bilden und wurden für jeweils ein Viertel komplett eingewechselt.
Auf drei Nachwuchsspieler muss Preuß verzichten, denn Tormann Joona Vagts, Flynn Laux und Matteo Ananias reisen am Sonntag mit dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium zu einer Skifreizeit nach Seefeld. Ananias ist wieder zurück beim SCN, nachdem er für ein halbes Jahr beim SV Cannstatt Juniorenteam im Einsatz war. Dort sollte sich Ananias weiterentwickeln, was ihm mit vielen Einsätzen in der U18-Bundesliga und dem Meistertitel mit Cannstatt auch gelang.
Im Tor steht erneut Hendrik Hummel. Er hatte Vagts bereits vor Weihnachten vertreten, als er krankheitsbedingt ausfiel. Vor allem beim Pokal-Heimspiel gegen den Erstligisten Würzburg glänzte Hummel und hielt den 14:11 Erfolg fest.
Gedanken kreisen bereits um Gipfeltreffen
Preuß denkt vor der Partie gegen Darmstadt weniger an eine mögliche Tabellenführung dank der Tordifferenz, sondern bereitet sich schon gedanklich auf das Gipfeltreffen gegen Cannstatt vor. Am 27. Januar gastieren die Schwaben im Stadionbad. Preuß: „Sie sind stark in der Spielumkehr. Es wird entscheidend sein, wie gut wir dagegen halten. Schwimmen können alle, aber beim schnellen Umschalten von Abwehr in Angriff und vom Angriff in die Defensive müssen wir selbst besser werden.“ Deshalb setzt er im Training kurze, aber intensive Schwimmeinheiten an, Spurts, Sprints, die auch mal über 100 Meter gehen können. Die Spieler sollen übersäuern, sich daran gewöhnen, dass sie auch dann noch, wenn der Widerstand im Körper stark ist, einen präzisen Pass oder einen erfolgreichen Torschuss abgeben können. Preuß: „Nicht noch lange „abziehen“, also hochsteigen, sondern direkt und überraschend schießen. Wir trainieren daher die Beweglichkeit und die Beinarbeit im Wasser.“ Er macht sich viele Gedanken und einen genauen Plan vor jedem Training. Abwechslung müsse her, es dürfe keine Langeweile aufkommen, betont er. So gibt es ein Zirkeltraining mit immer wechselnden Stationen. Jedes Training soll anders sein. Die Partie gegen Darmstadt kommt als Nachholspiel also gerade richtig, um sich auf das Gipfeltreffen vorzubereiten.
