Wasserball
U18-Spieler des SC Neustadt zu mehr Disziplin ermahnt
Die Vorrunde mit sechs Spielen und vier Mannschaften ist bis auf zwei Begegnungen abgeschlossen. Das Hinspiel hat der SCN 2:9 verloren. Auch in den restlichen Spielen konnte der SCN nicht punkten. Obwohl Tabellenletzter, kann der SCN an der Zwischenrunde teilnehmen, das steht fest. So hat die Partie in Krefeld den Charakter eines Neubeginns. Matteo Ananias kehrt nach dem Gastspiel in Cannstatt zurück. Auch Mikhailo Taran ist nach seinem Ukraine-Aufenthalt wieder dabei. Er soll in der Centerposition eingesetzt werden, Ananias vom Rückraum aus das Spiel steuern. Dennoch sagt Trainer Peter Jacqué: „Der Korb in Krefeld hängt hoch. Die Gastgeber sind in den Heimspielen stark.“
Nach dem Jahreswechsel war ein viertägiges Trainingslager im Stadionbad angesetzt. Jeweils von 10.30 Uhr 12.30 Uhr war die erste Einheit, nach dem gemeinsamen Mittagessen folgten eine Ruhephase und Videoanalysen, bis es am Abend erneut ins Wasser ging. Jacqué: „Obwohl wir viel Zeit miteinander verbrachten, war das Trainingslager holprig. Einige Spieler waren zunächst noch im Urlaub, es gab Ausfälle wegen Krankheit, vier Spieler wurden zu einem Sichtungslehrgang eingeladen. Wir waren nie komplett.“ Erfreulich aus seiner Sicht, dass Flynn Laux und Leon Köppl, zwei der vier SCN-Teilnehmer beim Lehrgang des Süddeutschen Schwimmverbandes, bereits zum nächsten Termin über die Fasnachtstage eingeladen wurden. Es geht dabei um die Vorbereitung auf bundesweite Pokalturniere der Altersklasse U16/U15.
Allerdings knabbert Jacqué noch an den roten Karten, die zwei Spieler im Dezember gezeigt bekamen und dafür harte Strafen durch den Deutschen Schwimmverband. Hektor Vlantoussis muss vier Spiele aussetzen. Seine Unbeherrschtheit gegenüber den Schiedsrichtern beim Spiel in Duisburg hätte fast eine hohe Geldstrafe nach sich gezogen, auf die von Seiten der Disziplinarkommission jedoch verzichtet wurde. Auch Georg Guth wird zwei Spiele zuschauen müssen. Er hat sich in der Heimpartie gegen Krefeld daneben benommen. Jacqué: „Unser Ruf ist angeknackst. Solche Vergehen schwächen das Team und die Spieler bestrafen sich selbst.“ Er schildert das Aufarbeiten der Situation durch Manager Michael Heinz, der eine Stellungnahme an den DSV abgab. Daraufhin erhielt der SCN eine ausführliche Begründung des DSV. Bei der Teambesprechung seien die betroffenen Spieler bedröppelt dagesessen. Die Mannschaftsleitung habe nochmals dazu geraten, bei Situationen, bei denen man sich ungerecht behandelt fühle, den Kopf ins Wasser zu stecken und ins Wasser zu brüllen, statt irgendwelche Gesten oder Ausdrücke zu benutzen.
Jacqué ist noch angesäuert: „Das ist mehr als ärgerlich. Wir haben versucht, es allen klar zu machen. Und wir greifen im Training durch, dann muss man zum Abkühlen halt mal 1000 Meter extra schwimmen.“
