Neustadt Zur Sache: Wanderer als Tauben- und Mäusejäger

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Mit 43 Zentimeter Körperlänge ist der sehr seltene Wanderfalke (Falco peregrinus) die größte heimische Falkenart. Er hält sich gerne an steilen Felsen auf, wo er auch gerne nistet. In der Ebene und in Sümpfen sowie in offenen Wäldern und Städten ist er aber ebenfalls zu finden. So brüten seit 33 Jahren Wanderfalken auf dem Ludwigshafener Werksgelände der BASF. Das Nest in 36 Meter Höhe hat das Unternehmen mit einer Alarmanlage abgesichert. Weitere Wanderfalken-Nistmöglichkeiten im menschlichen Siedlungsraum bieten in der Region der Wormser Dom und die Heiliggeistkirche in Heidelberg. Mit den Stadttauben finden die wendigen Wanderfalken reiche Beute. Zum Wanderfalken gesellen sich hierzulande noch Baum- (F. subbuteo) und Turmfalke (F. tinnunculus), die beide oft in Städten und Gemeinden beobachtet werden können. Festgestellt werden konnte 2017 ein inmitten einer Saatkrähenkolonie nistendes Baumfalkenpaar am Deidesheimer Bahnhof. Aber auch in Privatgärten können Baumfalken auf hohen Bäumen brüten. Turmfalken, die häufigste Falkenart in Deutschland, besiedeln gerne hohe Gebäude wie zum Beispiel den Kirchturm in Diedesfeld. Durch das Aufhängen von Turmfalken-Nistkästen an Häusern oder Trafohäuschen kann die Ansiedlung dieses nützlichen Mäusejägers unterstützt werden. Als Wintergast taucht der nordeuropäische Merlin (F. columbarius) gerne bei uns auf. Dagen ist der osteuropäische Sakerfalke (F. cherrug) im Sommer ein seltener Brutgast in Deutschland.

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