Neustadt Zur Person: Sergeant Louis Joseph McGuinness

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In der US-Company, die in der „Vinetown Deidesheim“ stationiert war, befanden sich viele ehemalige Studenten. Ihnen war erlaubt, deutsche Sitten und Gebräuche näher kennenzulernen, um diese später in den Staaten zu publizieren. So auch jener Sergeant Louis Joseph McGuinness, aus Detroit, Michigan. Der Katholik besuchte – was in der US-Army erlaubt war – sonntags in voller Uniform und mit Gewehr das Hochamt in der Deidesheimer Pfarrkirche. So lernte er auch den Stadtpfarrer Heinrich Hartz kennen. Ebenso Messdiener, die für jedes Kaugummi dankbar waren. Dieser „Ami“ war von den Wallfahrtsorten und Wallfahrtskapellen begeistert, durfte diese besuchen und Informationen sammeln. So in Burrweiler (St. Annakapelle), Lindenberg (Cyriakuskapelle), in Königsbach (Klausenkapelle der Nothelfer) und natürlich in Deidesheim (Ruine Michaelskapelle). Sein bester Informant war der Deidesheimer Prälat Heinrich Hartz. Auch die Verständigung klappte. Da der Pfarrer kein Englisch und der Amerikaner kein Deutsch, aber beide Französisch und Latein beherrschten, waren alle erforderlichen Brücken geschlagen. Worüber der Sergeant McGuinness – nach seiner Entlassung aus der Armee Hochschullehrer und später Senatsabgeordneter – besonders angetan war, waren die 14 Königsbacher Wallfahrts-Nothelfer, ihre Namenstage und besonders deren Patronate. Hierüber habe er bei Zusammenkünften immer wieder erklärend berichtet, ließ er wissen.

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