Nils erklärt RHEINPFALZ Plus Artikel Wie die Apfelsorte Heimeldinger in der Pfalz gerettet wurde

Die Apfelsorte Heimeldinger.
Die Apfelsorte Heimeldinger.

„Heimeldinger? Na, das ist ja mal ein hübscher Name für einen Apfel“, ruft meine kleine Schwester Nessy begeistert. „Wo kommt denn der Name her?“ „Das wissen vielleicht die alten Rittersleut’“, sagt Opa Nörgel. „Wieso denn die alten Rittersleut’?“, fragt Nessy. „Och, den Heimeldinger gab es schon im Mittelalter überall in der Vorderpfalz. Vor über 500 Jahren war er sehr häufig“, erzählt Opa. „Dann ist es immer ruhiger um ihn geworden. Vor 86 Jahren wurde das letzte Mal über ihn berichtet. Er wäre beinahe für immer verschwunden. Vor 24 Jahren gab es in der RHEINPFALZ einen großen Aufruf nach alten Obstsorten. Und da ist er mit einem einzigen Baum in Impflingen in der Südpfalz wieder aufgetaucht. 102 Jahre alt war der Baum – und das ist schon sehr alt für einen Apfelbaum.“ „Und auch für einen Biber“, stellt Nessy fest und lacht.

„Die Menschen haben damals von dem Baum Zweige geschnitten und in eine Baumschule gebracht. Daraus wurden neue Heimeldinger-Bäume gemacht“, fährt Opa fort. „So konnten nun bei Maikammer drei Bäume davon gepflanzt werden. Im Kreis Bad Dürkheim fand in Freinsheim noch ein weiterer Heimeldinger eine neue Heimat. In ein paar Jahren werden sie viele kleine rote Äpfel tragen. Von der Größe her sind sie ideal für Kinder.“ „In ein paar Jahren wird mir ein kleiner Apfel nicht mehr genügen“, meint Nessy nachdenklich. „Na, dann esse ich halt zwei!“

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