Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserball: Am 9. und 10. November Endrunde um deutsche U16-Meisterschaft in Neustadt

Michael Heinz, hier mit dem SCN-Nachwuchs-Team in der U18-Wasserball-Bundesliga, will die Endrunden-Spiele live im Internet über
Michael Heinz, hier mit dem SCN-Nachwuchs-Team in der U18-Wasserball-Bundesliga, will die Endrunden-Spiele live im Internet übertragen. Foto: LM

Neustadt. Michael Heinz, Manager der Wasserballer des SC Neustadt, jubelte am Dienstagnachmittag: „Wir haben den Zuschlag vom Deutschen Schwimmverband für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft am 9. und 10. November für die U16-Jugend erhalten.“ Bei der erfolgreichen Bewerbung hat er sich quasi vom Gallier Asterix und vom irischen Schriftsteller Oscar Wilde helfen lassen.

Der SCN werde das Turnier im Stadionbad ab 14 Uhr am Samstag starten und die restlichen Spiele am Sonntag nach Ende des öffentlichen Badebetriebs ab 13 Uhr durchführen. „Damit gibt es nur am Samstag eine Einschränkung von 14 bis 17 Uhr bei den normalen Öffnungszeiten“, betont Heinz. Außer dem SCN haben sich die White Sharks Hannover, der SSV Esslingen und der OSC Potsdam für die finale Runde qualifiziert.

In seiner Bewerbung beim Deutschen Schwimmverband (DSV) an den zuständigen Rundenleiter Holger Sonnenfeld griff Heinz tief in die Argumentationskiste: „Wir sind nach 1970, 1971 und 2001 zum vierten Mal in der Endrunde einer deutschen Jugendmeisterschaft vertreten. Allerdings ist es uns bei den ersten drei Malen leider nicht gelungen, auch den Zuschlag zur Ausrichtung zu erhalten.“ Lediglich die Endrunde um den deutschen Wasserball-Pokal der Männer sei 1998 im Neustadter Stadionbad ausgetragen worden. Dies wiederum habe in seiner Strahlkraft den Grundstein für die erfolgreichen SCN-Jugendlichen gelegt, die dann 2001 die Endrunde erreicht hätten. Heinz argumentierte weiter: „Ich bin mir bewusst, dass die Mannschaft mit dem Heimrecht auch einen eigenen Vorteil sieht. Daher kann ich mir vorstellen, dass sich auch andere Mannschaften um die Austragung bewerben. Ich bin mir aber fast sicher, dass jeder der anderen Vereine bereits einmal eine solche Endrunde austragen durfte. Wir sind letztlich nur Außenseiter, auch wenn wir uns aktuell gut verkauft haben. Umso mehr verdienen wir es, berücksichtigt zu werden.“ Heinz verdeutlicht außerdem, dass er sich mit dem jetzigen Kader des Jahrgangs 2003/2004 einen ähnlichen Schub verspricht, wie damals 1998. Zumal jetzt sieben Trainer rund 60 junge Wasserballer trainieren. Heinz nimmt dabei gerne Asterix und seine Gallier als Beispiel. „Gebt uns die Chance, die Palisaden unseres kleinen gallischen Dorfes weiter zu öffnen und noch mehr junge Menschen für diese tolle Sportart zu begeistern.“ Und er schloss seine erfolgreiche Bewerbung mit einem Zitat von Oscar Wilde: „Nicht die Vollkommenen, sondern die Unvollkommenen brauchen unsere Liebe.“ Laut Heinz hatten sich für die Endrunde auch die Vereine aus Esslingen und Hannover als Ausrichter beworben.

Für Heinz hat der aktuelle Erfolg viele Väter, dazu zählten auch das Hambacher Schwimmbad und Thomas Höcker als Vorsitzender des Hambacher Fördervereins sowie die Stadtwerke. Den größten Verdienst schreibt er indes Trainerfuchs Peter Jacqué zu: „Er hat dem Ganzen Struktur und Ordnung gegeben. Ohne seine Rückkehr als Trainer und seinen unbändigen Leistungswillen wären wir heute nicht da, wo wir jetzt stehen.“

Heinz Opfer der ehrgeizigen jungen Wasserballer

Dabei war Heinz selbst ein „Opfer“ der ehrgeizigen jungen Sportler. Während seines Sommerurlaubs wurde er von drei Spielern des Jugendteams für eine Woche besucht. Luis und Matteo Ananias sowie Xaver Schädler forderten den Manager entsprechend heraus. Heinz: „Sie mussten um 6.45 Uhr ins örtliche Schwimmbad, um die erste Trainingseinheit zu absolvieren.“ Als Motivation bot Heinz den Jungs an, sie müssten nur das schwimmen, was er selbst schwimme. So opferte er sich und spulte das gesamte Programm der jungen Wasserballer ab, damit diese nachziehen. Auch Trainer Lars Ananias war dabei. Heinz gesteht schmunzelnd: „Für Lars und mich war dann der jeweilige Tag gelaufen. Mit uns war nicht mehr viel anzufangen ...“ Den Fans verspricht er für das Finale in vier Wochen: „Wir präsentieren unseren Vereinssong und übertragen die Spiele live im Internet.“

Markus Schuler, Fachbereichsleiter der Stadtwerke Neustadt, bestätigte der RHEINPFALZ, dass der SCN mündlich bereits die Zusage habe, die Endrunde im Stadionbad ausrichten zu können. „Die schriftliche Zusage ist auf dem Weg“, ergänzte Schuler. Am Samstag, 9. November, sei das Bad ab 13 Uhr für den öffentlichen Badebetrieb gesperrt, Und am Sonntag schließe das Bad ohnehin um 13 Uhr.

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