Neustadt Wahlkampf neben der normalen Arbeit
. Einen „Straßenwahlkampf“ habe er nicht gemacht, so Lubenau im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Dafür habe es ihm auch schlicht an der Zeit gefehlt. Denn seine Arbeit als technischer Werkleiter des Wirtschaftsbetriebs Ludwigshafen gehe ganz normal weiter. Von daher, so gibt er zu, ist er auch ganz froh, keinen Gegenkandidaten zu haben, der einen noch intensiveren Wahlkampf erforderlich gemacht hätte. Auch die SPD und die Grünen der Verbandsgemeinde haben den CDU-Kandidaten zu Gesprächen eingeladen. Bei den Grünen ging es unter anderem um Verkehrsberuhigung, Kommunalreform und Unterbringung von Flüchtlingen. Jürgen Schmidt, Vorsitzender des Grünen-Ortsverbands, bescheinigte ihm hinterher, „sachlich“ und „umgänglich“ zu sein. Das Amt eines Bürgermeisters sehe er nicht in erster Linie als parteipolitisches an, sagt CDU-Mitglied Lubenau. „Zuerst muss mal die Verwaltung funktionieren.“ Und dann will er die Weichen für eine gute Entwicklung der Verbandsgemeinde stellen. Obwohl bereits 61 Jahre alt, fühlt er sich nach eigenen Angabe „so, dass ich noch etwas bewegen kann und möchte“. Und das im Falle seiner Wahl am Sonntag über die volle Amtsperiode von acht Jahren. Nicht nur die Verwaltung, sondern auch die Orte der Verbandsgemeinde kennt Lubenau gut. Seit mehreren Jahren wohnt der aus Mußbach stammende Kandidat in Forst, hat davor in Deidesheim gelebt. In der Verbandsgemeindeverwaltung ist er ehrenamtlicher Beigeordneter und somit Stellvertreter von Bürgermeister Theo Hoffmann (CDU). Als Geschäftsbereich hat er die Verbandsgemeindewerke übernommen. Das hat sich angeboten, denn beruflich ist der studierte Bauingenieur verantwortlich tätig in dem Ludwigshafener Eigenbetrieb, der unter anderem für Entsorgung und Stadtentwässerung zuständig ist. Lubenau kann so sein ganzes Fachwissen auch im Ehrenamt einbringen und bringt auch Erfahrung in der Personalführung von seiner beruflichen Laufbahn her mit. Wenn er gewählt wird, will er unter anderem die Betreuung nach dem Unterricht an den Grundschulen „bedarfsgerecht“ weiterentwickeln. In allen drei Grundschulen der Verbandsgemeinde gebe es bereits Angebote, aber man müsse sehen, wie sich die Wünsche der Eltern künftig entwickelten. An den Grundschulgebäuden sieht er die energetische Sanierung, aber auch bauliche Erneuerungen als notwendig an. Dafür seien bereits Mittel im Haushalt vorgesehen. In den Kindergärten stellt sich ganz aktuell die Frage, wie Kinder aus Flüchtlingsfamilien betreut werden können. Lubenau plädiert dafür, die vorhandenen Gruppen etwas zu vergrößern. Dafür müsse dann aber auch das Personal vorhanden sein. Zusammen mit der Kreisverwaltung und den Ortsgemeinden will er diese Frage lösen. Die Feuerwehr als originärer Verantwortungsbereich der Verbandsgemeinde, sei „in jeder Beziehung“ gut aufgestellt: Fahrzeuge, Technik, aber auch die Mannschaftsstärke stimmten. An allen drei Standorten gebe es Jugendwehren. Das Ehrenamt werde künftig eine noch wichtigere Rolle spielen, meint Lubenau. Er nennt bereits gut funktionierende Beispiele wie die Arbeit der Freunde für Flüchtlinge oder den Eckkopfturm, denkt aber auch an zusätzliche Angebote für Jugendliche und Senioren. „Kommunalpolitik ist nicht statisch“, ist sich Lubenau dessen bewusst, dass ein Bürgermeister auch neu auftauchende Aufgaben anzupacken hat. Die Frage der Kommunalreform werde sicher ein Thema bleiben. Man solle sie „offen“, aber auch „mit offenem Ergebnis angehen“. Bei der Bürgermeisterwahl können die Wähler am Sonntag mit Ja und Nein votieren. Lubenau ist gewählt, wenn er mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält. (ff)