Deidesheim
Vandalismus im Paradiesgarten: Bei Wanderern beliebter Ort teils zerstört
Die Sandsteinmauer, die die Kinder der Eigentümerin um die Sitzecke errichtet haben, ist inzwischen zerstört worden. Die Sandsteine, die aufeinandergesetzt waren und Tisch und Bänke einladender wirken ließen, wurden umgestoßen, aber wohl auch von Hand abgetragen. Ebenso wurden Schmierereien sichtbar. Diese Aktion löste bei vielen Besuchern, die den Wanderweg „Deutsche Weinstraße“ nutzen, Empörung aus.
In der juristischen Frage, ob die Sitzecke bleiben kann, ist noch nichts entschieden. Denn die Sitzecke ist in einem Naturschutzgebiet errichtet worden – ohne (Ausnahme-)Genehmigung. Die Kreisverwaltung hatte deshalb gedroht, das Ensemble wieder abtragen zu lassen. Von dieser „Ersatzvornahme“, wie es im Behördendeutsch heißt, hat die Verwaltung wieder Abstand genommen. Der Grund ist der Widerspruch der Grundstückseigentümerin gegen die Verfügung, die Sitzgruppe zu beseitigen, so die Kreisverwaltung. Dieser habe eine aufschiebende Wirkung, denn die „Anordnung der sofortigen Vollziehung“, die im März gegen die Anlage ergangen sei, sei aus formalen Gründen aufgehoben worden.
Die Sitzgruppe kann demnach so lange stehenbleiben, bis abschließend über den Widerspruch und eine sich gegebenenfalls anschließende Klage entschieden ist.