Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Straßenumbenennung: Nicht aus Jux und Tollerei

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Kein Stadtrat bürdet sich freiwillig eine Straßenumbenennung auf. Im Fall Karl Helfferich muss Neustadt aber endlich handeln.

14 Monate vor der Kommunalwahl ist es ein mutiges Bekenntnis all jener Politiker, die für die Umbenennung der Karl-Helfferich-Straße eintreten, allen voran OB Marc Weigel und die Neustadter SPD. Solche Debatten laufen bundesweit, nirgendwo kommen sie beim Bürger gut an. Beliebtes Argument: Gibt es keine größeren Probleme? Doch geht es nicht um einen Wettbewerb der dringendsten Aufgaben, sondern darum, Unrecht wieder gut zu machen. Dass die Anliegerversammlung am Montag gut lief, ist vor allem Weigel zu verdanken. Klar, nachvollziehbar, aber auch mit viel Herzblut, legte er seine Sicht der Dinge dar. Dabei verhehlte er nicht, selbst dazugelernt zu haben. Weigel bewies Ehrlichkeit, Mut und echtes Demokratieverständnis. Abzuwarten bleibt nun, ob es am Ende im Stadtrat eine Mehrheit für die Umbenennung der Karl-Helfferich-Straße gibt.

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