Neustadt So soll bis 2030 die Energiewende gelingen
Die Grünen-Fraktion hatte für die Stadtratssitzung am Dienstag noch einmal einen umfangreichen Fragenkatalog zum im Oktober vorgestellten Klimaschutzbericht eingereicht. Die Grünen wollten insbesondere wissen, wie der Anteil an grünem Strom (Sonne, Windenergie), der im Jahr 2022 bei 13,9 Prozent lag, gesteigert werden soll, um die selbst gesteckten Klimaziele nicht zu verfehlen. Umweltdezernentin Waltraud Blarr (Grüne) und Bürgermeister Stefan Ulrich (CDU) als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke betonten, dass sich die im Oktober vorgestellten Daten aufs Jahr 2022 beziehen.
PV-Anlagen auf Schuldächern
Daher sei die 13,9-Prozent-Angabe korrekt. Trotzdem könne es die Stadt schaffen, dass bis 2030 zwei Drittel des in Neustadt verbrauchten Stroms aus regenerativen Quellen stammen. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen habe sich deutlich beschleunigt – zum einen bei Privatleuten, aber auch seitens der Stadt, etwa mit großen geplanten Anlagen auf den Dächern der Berufsbildenden Schule und des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums. Von 2023 bis 2026 kommen so insgesamt 49 MWp hinzu. Zudem, so erläuterte Ulrich, soll 2026 die große Freiflächen-PV-Anlage im Bereich Benzenloch in Betrieb gehen. Rechne man das alles zusammen, „erreichen wir unser Ziel bis 2030“, sagte Ulrich. Daher stimme er Oberbürgermeister Marc Weigel (FWG) zu, der in der Oktober-Sitzung betont hatte, dass die Stadt auf einem guten Weg sei. Umweltgruppen wie die Klimaaktion hatten die Aussagen vom Oktober scharf kritisiert. Blarr ergänzte noch, dass der Stadtrat im zweiten Quartal 2025 über die kommunale Wärmeplanung beraten soll. Dann könnten auch bei diesem Thema die nächsten Schritte folgen.