Neustadt Sechs Spitzenköche beim kulinarischen Gipfeltreffen

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DEIDESHEIM. Sechs Spitzenköche, davon vier mit Michelin-Stern und allesamt mit zwischen 15 und 17 Punkten (von 20 möglichen) im Restaurantführer Gault Millau, dazu namhafte Winzer, Feinkost-Lieferanten und Manufakturen: Aus diesen „Zutaten“ besteht das Deidesheimer Kulinarium. Der Deidesheimer Hof erwartet dazu am Sonntag 150 Gäste. Wir sprachen mit dem Gastgeber, Küchendirektor und Sternekoch Stefan Neugebauer (39).

Herr Neugebauer, in der Spitzengastronomie könnte man ja vor allem Konkurrenz vermuten. Sie arbeiten aber alle gemeinsam an Deidesheimer Kulinarium. Wie kommt das „kulinarische Gipfeltreffen“ zustande?

Zum Teil kennen wir uns von der früheren gemeinsamen Arbeit in anderen Restaurants, Hans-Jörg Wöhrle zum Beispiel oder Sebastian Prüssmann. Jens Fischer war Küchenchef im „Ketschauer Hof“ in Deidesheim. Unsere Zusammenarbeit ist ein Geben und Nehmen. Bei Kollegen, die beim Deidesheimer Kulinarium mitmachen, revanchiere ich mich auch gerne, wenn sie ein Kochevent veranstalten. Die Veranstaltung wird als „Entdeckungstour durch Deutschland“ angekündigt. Ist das auch eine Tour durch verschiedene Küchenstile? Die Köche, die kommen, sind alle eigene Charaktere. Da gibt es schon große Unterschiede. Jens Fischer kocht einen Tick internationaler als ich. Hans-Jörg Wöhrle pflegt eher die klassische französische Küche. Ich selbst verwende gerne Zutaten aus der Region, wenn auch nicht ausschließlich, und modern kombiniert. Das alles gibt schon eine schöne Abwechslung. Wie ist das Kulinarium für Sie selbst und Ihre Kollegen: Sehr viel Stress, während die Gäste genießen? Das sind ja alles Profis. Die bringen natürlich auch vorbereitete Sachen mit. Grundsatz ist, dass die Köche und Lieferanten immer auch Zeit haben, mit den Gästen zu sprechen und ihre Fragen zu beantworten. Und woher kommen die kulinarischen „Gipfelstürmer“? Zum Teil sind es Stammgäste, die aber aus ganz Deutschland kommen, von Hamburg bis München. Und natürlich auch aus den Regionen der mitwirkenden Sterneköche. Diesmal zum Beispiel aus der Gegend von Basel. Und was liefert die Pfalz bei dieser Entdeckungstour durch Deutschland – außer Wein und Sekt? Viele Feinkostbetriebe kommen aus der Region, wie die Confiserie Biffar aus Deidesheim, die Chocolaterie Meyer aus Freinsheim, die Eismanufaktur Fontanella aus Mannheim oder die Brennerei Hubach aus Bad Dürkheim. Interview: Elmar Hoffmann

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