Neustadt „Schullandschaft um attraktives Angebot reicher“

Der erste Jahrgang der Fachoberschule der Siebenpfeiffer-Realschule plus hat das Ziel erreicht: 34 Absolventen nahmen ihr Abschlusszeugnis in Empfang.
Sichtlich stolz und nach den Prüfungen, die wenige Tage vor der Abschlussfeier bewältigt werden mussten, zogen 23 weibliche und 11 männliche Absolventen ins vollbesetzte Kulturviereck ein. „Wir haben unser Ziel erreicht. Wie es uns in den zwei Jahren ergangen ist, erfahrt ihr im Laufe des Abends“, begrüßten die beiden Moderatorinnen Lizzy Schmidt und Fenja Neubauer die Gäste. Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) gratulierte als Vertreter des Kreises. „Die Schullandschaft ist um ein attraktives Angebot reicher“, sagte er. Jeder solle die Ausbildung wählen, die seiner Begabung entspreche: „Ihr sollt im Berufsleben glücklich sein, Geld verdienen kann man überall.“ Bürgermeister Lothar Lorch (CDU) rief die Absolventen auf: „Gestaltet eure Zukunft, seid flexibel, viele Wege führen zum Ziel.“ „Über die Zugkraft und Akzeptanz der Siebenpfeiffer-Realschule plus und Fachoberschule würden sich viele Schulen freuen“, sagte Heinrich Schwartz von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Neustadt. Die Schulleitung habe eine „tolle Leistung“ vollbracht. Das Kollegium und die Eltern, aber auch die Praktikumsbetriebe hätten sich auf etwas Neues eingelassen und so die FOS erst möglich gemacht. „Optimale Voraussetzungen“, bescheinigte Schulleiterin Monica Hübner den Absolventen, „nutzt eure Chancen und Stärken und macht positiv auf euch aufmerksam.“ Jeweils über ein Drittel der Absolventen beginnen nun eine duale Ausbildung oder besuchen die Berufsoberschule II, einige beginnen ein Studium an einer Fachhochschule oder leisten ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Die Klassen- und Schülersprecher ließen ihre Erfahrungen mit der neuen Schule Revue passieren. Die Praktika seien die erste großen Veränderungen mit physischen und psychischen Belastungen gewesen. „Die zwei Tage Schule in der 11. Klasse waren dagegen Erholung“, berichtete Laura Henrich. Hunderte Fragen über Prüfungsinhalte oder Formalitäten seien zu bewältigen gewesen. „Schule hat Spaß gemacht“, sagte Max Schalter. Der Höhepunkt sei die Klassenfahrt an den Gardasee gewesen, „das war der Schritt zu einer guten Klassengemeinschaft.“ Sie sei sich erst jetzt bewusst geworden, wie sehr sich ihre ehemalige Schule während der achtjährigen Schulzeit verändert habe, resümierte Isabelle Böttcher. „Es waren aufregende Jahre mit Höhen und Tiefen. Wir – aber auch die Lehrer – konnten viel Neues lernen.“ Der Text des gemeinsamen Liedes „Auf uns“ von Andreas Bourani, das die Absolventen zum Besten gaben, hätte nicht passender sein können. Die vielen Papierschiffchen in den italienischen Farben wiesen symbolisch den Weg hinaus ins Leben. Einen Preis für das beste Abschlusszeugnis überreichten Ursula Müller, Vorsitzende des Schulelternbeirates und Annette Penn, Vorsitzende des Fördervereins an Nina Müller.