Neustadt Rotes Licht am Krankenhaus: Hetzelstift warnt vor Einsparungen
Das Neustadter Marienhaus Klinikum hat sich am Mittwochabend an einer Protestaktion beteiligt, mit der viele Krankenhäuser vor dem Sparprogramm der Bundesregierung im Gesundheitssektor warnten. Um den Protest zu veranschaulichen, war das Klinikgebäude am späten Mittwochabend rot illuminiert. „Rot sollte ein Warnlicht symbolisieren“, verdeutlicht der Ärztliche Direktor Dierk Vagts. Ihm sei diese Protestaktion und dass viele Kliniken dabei im Verbund auftreten sehr wichtig, „denn es geht darum, allen zu verdeutlichen, dass die Sparpläne unsere Existenz und die medizinische Versorgung vor Ort gefährden“. Vagts sagt, dass das geplante Gesetz zur Stabilisierung der Beiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung für Kliniken fünf bis zehn Prozent geringere Erlöse bedeuten würden. Da das Hetzelstift einen freien Träger habe und keine Kommune im Hintergrund, die Verluste ausgleichen könne, seien die Konsequenzen entsprechend gravierend. Er sehe die Gefahr, so Vagts, dass Personal abgebaut werden müsse, weil insbesondere das Pflegebudget nicht mehr unangetastet bliebe: „Und das würde genau das konterkarieren, was wir in den vergangenen Jahren am Hetzelstift aufgebaut haben: eine qualifizierte und gute Versorgung der Patienten.“