Neustadt Nächste Baustelle: Teil der Talstraße wird gesperrt

Die Baustelle im Bereich Klausengase/kleiner Kohlplatz. Hier soll eine kleine Grünfläche für das Viertel entstehen.
Die Baustelle im Bereich Klausengase/kleiner Kohlplatz. Hier soll eine kleine Grünfläche für das Viertel entstehen.

Wer in den kommenden Monaten von Neustadt aus Richtung Lambrechter Tal fahren möchte, sollte sich im Vorfeld Gedanken über die Route machen. Denn bei der Sanierung der Talstraße (B39) beginnt die nächste Etappe – und die bedeutet eine Teilsperrung der Ost-West-Achse.

Die Pendler können am Montagmorgen die B39 noch ganz regulär Richtung Lambrechter Tal nutzen, doch dann wird die Talstraße auf einem 300 Meter langen Teilstück gesperrt. Ab dann beginnt der zweite Abschnitt eines insgesamt gut 2,6 Millionen Euro teuren Bauvorhabens. Seit August 2021 wird an dem Projekt gearbeitet. Bisher haben sich die Arbeiten auf die Umgestaltung des Kohlplatzes sowie der Klausengasse konzentriert.

Jetzt geht die Straßensanierung in der B39 weiter: Betroffen ist das Einbahnstraßen-Teilstück der Talstraße Richtung Lambrecht zwischen Fröbel- und Gipserstraße. Laut Konstantin Boltenhagen und Patrick Engelskircher von der Abteilung Tiefbau führt an den Arbeiten kein Weg vorbei, denn die Straße sei marode. Daher nutzen Stadt, Eigenbetrieb Stadtentsorgung ESN und Stadtwerke die Baustelle, um nicht nur die Fahrbahn komplett zu erneuern, sondern auch dafür, die Wasserleitungen, Stromkabel und Gasanschlüsse zu überprüfen und auszutauschen.

Mehrere Umleitungen

Für Pendler bedeutet dies, dass sie wie gewohnt auf dem einen Arm der B39 nach Neustadt reinfahren können. Der 300 Meter lange zweite Einbahnstraßen-Arm der B39 Richtung Lambrecht muss hingegen ab Montagmorgen ab hinter der Einmündung Luisenstraße bis zur Klausengasse voll gesperrt werden. Die Tiefbauabteilung rechnet mit einer Bauzeit von rund zehn Monaten für diesen Abschnitt. Daher werden Pendler auch gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Die Weststadt rund um die Baustelle sei sehr eng bebaut, die dortigen kleinen Straßen könnten keine größeren Verkehrsmengen bewältigen, warnen Engelskircher und Boltenhagen. „Diese Straßen sind nur für den Anliegerverkehr offen“, betonen sie.

Ab Montag gelten laut Stadt folgende Verkehrsregeln, die auch entsprechend ausgeschildert werden:

  • Der Verkehr von der Anschlussstelle Neustadt-Nord der A65 oder aus Richtung Norden wird über die Mußbacher Landstraße und Maximilianstraße geführt.
  • Der Verkehr von der Abfahrt Neustadt-Süd der A65 oder aus Richtung Süden wird über Louis-Escande-Straße, Nachtweide und Branchweilerhofstraße zur B38 geführt.
  • Wer von der Hambacher Höhe kommt, soll über die Zwockelsbrücke und weiter zur Exter- und Maximilianstraße fahren. Auch wer über die Landauer Straße in die Stadt kommt, wird über Exter- und Maximilianstraße geführt.

Dies bedeutet unterm Strich, dass alle, die Richtung Lambrechter Tal unterwegs sind, die Maximilian- und Ludwigstraße, also die B38, nutzen müssen, ehe dann die Nutzung der B39 im zweispurigen Bereich wieder möglich ist. Die Verwaltung betont, dass die Ampelschaltungen an Exter- und Karl-Helfferich-Straße geändert werden, um den Verkehr besser bewältigen zu können. Für alle, die aus Richtung Kaiserslautern nach Neustadt fahren, bleibt dagegen alles wie gewohnt.

Bushaltestellen entfallen

In der Hetzelstraße wird wegen der Baustelle die Einbahnstraße zwischen Talstraße und Fröbelstraße aufgehoben, die Parkplätze vor der Kita müssen deshalb entfallen. Der Lidl-Markt in der Talstraße könne die ganze Zeit wie gewohnt angefahren werden. Wegen der Baustelle können die Bushaltestellen Schütt, Hauptstraße und Walter-Engelmann-Platz nicht angefahren werden. Die Einrichtung einer Ersatzhaltestelle war laut Stadt nicht möglich. Die Buslinie 515 fahre über Karl-Helfferich-Straße und Maximilianstraße zur Lindenstraße.

Die Arbeiten an der Großbaustelle haben im Spätsommer 2021 begonnen. Zunächst wurde die Straße Kohlplatz ab dem Parkplatz in Richtung Talstraße instand gesetzt, und der westliche Gehweg wurde verbreitert. Ab Montag kann diese Straße wieder genutzt werden. Mit den bisherigen Arbeiten sei man sehr zufrieden, sagt Engelskircher: „Wir sind sogar einen Monat früher fertig als geplant.“ Ziel sei, den kleinen Kohlplatz zu einer grünen Oase für das Viertel umzugestalten und generell in dem Bereich „die Aufenthaltsqualität für die Bürger zu erhöhen“, so Boltenhagen.

Dritter Abschnitt startet 2023

Er betont, dass es wichtig sei, eine solche Großbaustelle mit den Ver- und Entsorgern zu verzahnen. Dann müssten Anlieger nicht ständig mit Baustellen leben, und sie hätten Gewissheit, dass Leitungen unter der neuen Straße auch stabil seien. Daher saniert der ESN in der Talstraße die aus dem Jahr 1926 stammenden Abwasserkanäle. Die Stadtwerke wiederum überprüfen alle Gas-, Wasser- und Stromleitungen. Markus Schuler von den Stadtwerken betont: „Unsere Leitungen sind aus den Jahren 1960 bis 1965. Es ist sinnvoll, diese jetzt zu erneuern.“ Man achte bei den Arbeiten darauf, dass Unterbrechungen bei der Gas-, Strom- und Wasserversorgung jeweils so kurz wie möglich seien und werde dies immer direkt mit den betroffenen Haushalten besprechen, so Schuler.

Beim Umbau wird auch die Straßenbeleuchtung in der Talstraße modernisiert, und sie erhält einen Schutzstreifen für Radfahrer. Die Klausengasse wird am kleinen Kohlplatz zur Stichstraße und kann nicht mehr als Durchfahrtsstraße genutzt werden. Der dritte Bauabschnitt soll im Frühjahr 2023 beginnen und betrifft dann die Strecke von der Einmündung Talstraße bis zur Gipserstraße. Auch für diese Arbeiten wird mit etwa zehn Monaten kalkuliert.

Info

Weitere Informationen im Baustellenticker der Stadt auf www.neustadt.eu. Zu finden ist er unter der Rubrik Wirtschaft&Verkehr und dann im Bereich Verkehr.

x