Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Ausbau Talstraße geht ab August weiter

Die Verbindungsstraße vom kleinen zum großen Kohlplatz: Beidseitig sollen die Gehwege breiter werden.
Die Verbindungsstraße vom kleinen zum großen Kohlplatz: Beidseitig sollen die Gehwege breiter werden.

Ab August erwartet die Neustadter wieder eine Baustelle in der Talstraße. Diesmal ist das Einbahnstraßen-Teilstück Richtung Lambrecht zwischen Fröbel- und Gipserstraße an der Reihe. Das betrifft aber auch den Kohlplatz und seinen kleinen Bruder.

Gut 300 Meter lang ist jener Abschnitt der Talstraße, der in etwa vom Ärztehaus im früheren Walter-Engelmann-Bad bis zur Ampelkreuzung bei der Seilerbahn reicht. Für 1,4 Millionen Euro wird er ausgebaut, in drei Abschnitten ab August 2021 bis voraussichtlich August 2023. Die Planung dafür wurde im vergangenen Oktober vom Bauausschuss beschlossen, nur Christoph Bachtler (FWG) stimmte dagegen.

An der Strecke liegt der sogenannte kleine Kohlplatz, eingerahmt von Talstraße und Klausengasse. Die Grüninsel mit Parkplätzen rundum ist unattraktiv, Platz für eine Bank oder ähnliches zum Verweilen gibt es nicht. Das soll sich ändern, wie Konstantin Boltenhagen, Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, beim Ortstermin erläutert.

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Demnach wird der Mini-Park größer. Und die Talstraße umgekehrt schmaler – was auch helfen könnte, den Verkehr auszubremsen. Eine schmalere Fahrbahn liefert zudem Platz für breitere Gehwege, dort, wo bislang überhaupt kein Bürgersteig ist, wird sich das ändern. Geparkt werden kann trotzdem noch, allerdings fallen vier Stellplätze am kleinen Kohlplatz weg. Eine Bank könnte dann in der Grünanlage mit Blick auf die Klausengasse stehen. Dort dürfen Autos nicht mehr durchfahren. Das ist dann nur noch den Anliegern erlaubt.

Wie aber kommt der Verkehr vom nahen großen Kohlplatz in die Talstraße? Bislang ist das so geregelt, dass großer Kohlplatz und Talstraße durch eine Verlängerung der Lindenstraße verbunden sind. Diese ist ab dem kleinen Kohlplatz zweigeteilt: Von der Talstraße bis zur Klausengasse ist sie Einbahnstraße, vom großen Kohlplatz bis zum derzeit noch erlaubten Abzweig Klausengasse ist sie in beide Richtungen offen. Diese zweigeteilte Verbindung dient auch der Feuerwehr, wenn sie aus der Lindenstraße zu Einsätzen in die Innenstadt ausrückt. Dann gelten aber die Einbahnstraßenregelungen nicht mehr, rote Ampeln sorgen dafür, dass der Rettungsweg so frei wie möglich ist.

Nicht mehr Einbahnstraße

Vorgesehen ist nun, in dem in beide Richtungen befahrbaren Teilstück die Gehwege zu verbreitern, zumal dort viele Kinder der Heinz-Sielmann-Schule unterwegs sind. Dass das zu Lasten der Straßenbreite geht, hält Boltenhagen für unschädlich: Schon jetzt sei sie eigentlich zu schmal. Das folgende Teilstück wird dann künftig ebenfalls in beide Richtungen befahrbar sein, das Abbiegen in die Talstraße soll dabei erleichtert werden.

Die Sanierung dieser Verbindung zwischen großen und kleinem Kohlplatz war in der ursprünglichen Planung nicht enthalten und wird nun in einem vierten Bauabschnitt umgesetzt. Ebenfalls neu: Die Bushaltestelle Walter-Engelmann-Platz in der Fröbelstraße wird gleich behindertengerecht ausgebaut, muss dafür aber etwas in Richtung Fußgängerzone verschoben werden. Für beides gibt es hohe Fördermittel. Doch muss die Stadt in Vorlage treten. Deshalb hat der Stadtrat am Dienstag bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung zugestimmt, für beides zusätzlich 275.000 Euro im Haushalt 2022 festzuschreiben.

Feuerwehreinsatz gefährdet?

Bachtler und andere FWG-Mitglieder sprachen sich indes gegen die zusätzlichen Mittel aus. Die bisherige Planung wird begrüßt, Stein des Anstoßes ist die Verbindungsstraße: Wird die Klausengasse gesperrt, könnte die Feuerwehr Probleme bekommen. Zudem wird mehr illegaler Abkürzungsverkehr durch die Volksbadstraße befürchtet: Weil Autofahrer vom Kohlplatz kommend etwas versetzt geradeaus fahren könnten, statt rechts abzubiegen. Beides nicht schon früher besser klargemacht zu haben, sei sein Versäumnis, so Bachtler.

Die Bauverwaltung kann alles nachvollziehen, schätzt die Gefahren aber gering ein. Sollte es Probleme geben, könne verkehrstechnisch nachgesteuert werden.

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