Neustadt
Millionen für eine Sportanlage im Neustadter Osten
Die Pflege eines Vereinsgeländes kostet viel Geld. Sportvereine sind daher in der Regel auf Zuschüsse angewiesen. Da die Stadt aber selbst strenge Vorgaben bei ihren Ausgaben einhalten muss, müssen größere Projekte beim Land angemeldet werden. Wer dort auf dem Jahresförderplan vorne landet und eine Zusage bekommt, kann seine Ideen umsetzen. Nun hat der Neustadter Sportstättenbeirat einstimmig die Projektliste für 2026 beschlossen, wie Stadtsprecher Tobias Grauheding im Nachgang zur Sitzung auf Anfrage mitteilt. Um diese vier Projekte geht es aktuell.
1. Bau einer Sportanlage auf dem Gelände der Landesgartenschau: Wenn im April 2027 die Tore zur Landesgartenschau öffnen, soll auch eine Freisportanlage zum Angebot am Fuß des Deponiebergs gehören. Die neue Anlage folgt auf den Fußballplatz des VfL, der inzwischen aufgelöst worden ist. Die neue Fläche wird rund 5,4 Millionen Euro kosten und soll danach den Neustadtern für Vereins-, Schul- und Individualsport zur Verfügung stehen. Man wolle damit „moderne und vielfältig nutzbare Sport- und Bewegungsmöglichkeiten“ für den Neustadter Osten schaffen, heißt es von der Stadt. Den entsprechenden Förderantrag hat die Stadt bereits im Februar 2025 eingereicht, noch werde alles geprüft. „Wir gehen aber von einer Genehmigung aus“, sagt Grauheding. Schließlich seien alle Planungen rund um die Landesgartenschau eng zwischen Stadt und Land abgestimmt worden. Man müsse aber auch als Stadt für dieses Projekt den regulären Weg zum Förderbescheid gehen.
2. 1. FC 23 Hambach: Rund 920.000 Euro will der Hambacher Verein in die Sanierung seiner Kunstrasenplätze und die Errichtung eines kleinen Naturrasenplatzes inklusive Entwässerung und Beregnung investieren. Außerdem sollen in dem Zuge auch die Parkplätze gepflastert werden. „Der 1. FC hat Großes vor. Sie brauchen dringend die neuen Kunstrasenflächen“, so Grauheding. Die Stadt unterstütze diese Bemühungen mit der Aufnahme in das Förderprogramm. Beim 1. FC Hambach gibt es einen großen Kunstrasenplatz für den Spielbetrieb und eine Kunstrasenfläche als Kleinspielfeld. Beide Plätze seien 15 Jahr alt. Sie seien „stark abgenutzt und müssen erneuert werden“. Zudem habe der Verein einen benachbarten Weinberg am Rand von Hambach erworben. Dort soll ein Naturrasenspielfeld errichtet werden, das vor allem für die Jugendarbeit genutzt werden soll. Laut Stadt freut sich der Verein über einen regen Zulauf im Kinder- und Jugendbereich und müsse seine Kapazitäten dafür erweitern. Der Verein habe im Mai den Förderantrag beim Land eingereicht und vervollständige derzeit die dafür nötigen Unterlagen.
Dächer müssen saniert werden
3. TV Mußbach: Die Dachsanierung der vereinseigenen Turnhalle inklusive Stabilisierungsmaßnahmen steht an. Hier habe der Beirat nachträglich den Plänen des Vereins zugestimmt, informiert Grauheding. Denn aufgrund der Dringlichkeit, da sofort Maßnahmen zur Stabilisierung der Dachkonstruktion erforderlich waren, hat das Land bereits Anfang August eine Förderzusage von gut 110.000 Euro gegeben. Insgesamt muss der Verein rund 220.000 Euro investieren. Das Dach der Halle aus den Baujahren 1936/37 sei altersbedingt in einem schlechten Zustand. Da es auch keine Wärmedämmung gebe, sei eine „komplette Erneuerung ohne zeitlichen Aufschub“ erforderlich, schreibt die Stadt. Laut Verein sollen die Arbeiten Mitte September starten. Sie dauern rund vier Wochen.
4. TC Grün-Weiß Neustadt: Vom Tennisverein kam laut Tobias Grauheding ein neuer Antrag. Hier geht es um die Sanierung des Dachs, für die rund 120.000 Euro anfallen. Die Tennishalle sei 1980 errichtet worden. Zuletzt habe es immer wieder Wassereinbrüche bei Regenwetter gegeben. „Wasser tropft regelmäßig auf den Platz. Die Reparaturen haben schon viel Geld gekostet. So geht das nicht mehr weiter“, erklärt Grauheding. Die Stadt sehe die Dringlichkeit. Zumal der Verein aufgezeigt habe, dass laut Fachleuten eine „schnellstmögliche komplette Erneuerung“ der Dachabdichtung nötig sei. Die Reparatur soll noch vor dem Winter umgesetzt werden – sobald die Genehmigung vorliege, so Grauheding.