Fußball
Die Projekte des FC 23 Hambach
Das Gelände, das der FC 23 Hambach besitzt, so schätzt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Ansgar Frick, ist rund 10.000 bis 11.000 Quadratmeter groß – inklusive Kleinspielfeld mit Kunstrasen sowie Hauptspielfeld, ebenfalls mit Kunstrasen. Die Spielflächen sowie das Gebäude mit Clubheim, Umkleiden und Sanitäranlagen hält der 800 Mitglieder große Club selbst instand. Und hat jüngst sein Gelände erweitert. Denn den Verein plagen Platzprobleme.
Vor allem im Jugendbereich hat der FC 23 großen Zulauf. „Die bisher schon knappen Kapazitäten sind erschöpft“, sagt der Vorsitzende Carsten Conrad. Im Training müssten sich häufig vier Mannschaften den Fußballplatz teilen. Um die Platzsorgen loszuwerden, hat der FC 23 im vergangenen Jahr einen benachbarten, rund 1100 Quadratmeter großen Wingert für 13.000 Euro gekauft und in Eigenleistung „sowie mit der Hilfe eines befreundeten Winzers“, so Frick, bereits gerodet. Hier soll ein Kleinspielfeld mit Naturrasen entstehen – inklusive Entwässerung, Beregnung, Zäunen. Der Bereich der dort bestehenden Parkplätze soll gepflastert werden Die Gesamtkosten: etwa 665.000 Euro. „Das neue Kleinspielfeld soll uns vor allem im Jugendbereich entlasten“, sagt Frick. Denn der Verein habe trotz der Platznöte keinen Aufnahmestopp im gesamten Juniorenbereich.
Kunstrasen erneuern
Im November hatte der Sportstättenbeirat der Stadt Neustadt festgelegt, in welcher Reihenfolge die Stadt dem Land die Vorhaben für den Jahresförderplan 2025 meldet. Auf Platz eins liegt nach wie vor der Bau einer Sportanlage auf dem künftigen Gelände der Landesgartenschau. Dieses Verfahren sei noch nicht genehmigt und solle deswegen auf Platz eins bleiben, hatte Andreas Gröschel, Leiter des Schul- und Sportamts, im Ausschuss gesagt. Außer dem FC 23 Hambach, der neben dem neuen Kleinspielfeld seinen in die Jahre gekommenen Kunstrasen auf dem Großspielfeld ersetzen muss, hatte noch der TV Mußbach einen Antrag auf Förderung gestellt: Er möchte sein marodes Dach auf der Sporthalle sanieren.
„Wir wollen den Kunstrasen spätestens 2029 austauschen“, sagt Ansgar Frick. „Wenn’s 2026 ist, werden wir nicht weinen.“ Die Hambacher haben ihren 15 Jahre alten Kunstrasenplatz bereits mehrfach geflickt. Der Elfmeterpunkt auf der Südseite des Hauptspielfelds ist ersetzt worden. Dort sind die Kunstrasenbüschel nun wieder etwa 50 Millimeter lang. Drumherum allerdings sind sie kaum noch vorhanden und „auf dem Feld komplett abgespielt“, sagt Frick. Die Situation sei prekär, „weil viele Mannschaften täglich auf dem Hauptspielfeld trainieren“. Und dort, wo der Torwart auf dem Kunstrasen-Kleinspielfeld agiert, klafft ein großes Loch.
Ein Naturrasen auf dem Hauptspielfeld ist für die Hambacher übrigens keine Alternative. „Zu pflegeintensiv“, begründet Frick dies. Auf dem künftigen Kleinspielfeld mit Naturrasen müsse man sehen, „wie oft und wie intensiv dort gepflegt werden muss“. Was das Düngen betreffe, habe man keine Erfahrung. Denn für die Hambacher Fußballer wäre es der erste Naturrasen überhaupt. Bevor auf dem Hauptspielfeld Kunstrasen verlegt worden ist, gab es dort nur rote Asche. Immerhin hat der Club einen Aufsitzrasenmäher, um das Gelände rund um das Spielfeld zu mähen.
Flachdach saniert
Der FC 23 Hambach ist in der Vergangenheit keineswegs untätig gewesen. Das Flachdach des Clubheims hat 2023 neue Schweißbahnen bekommen. „In Eigenleistung“, betont Frick. Das Clubheim selbst hätte 2023 ebenfalls saniert, außen hätten Putz und Farbe erneuert werden sollen. „Dies ist aber am Geld gescheitert“, informiert der stellvertretende Vorsitzende. Denn für über 100.000 Euro habe der Club im Diedesfelder Weg Umkleiden und sanitäre Anlagen saniert.
In den Umkleiden haben die Hambacher vieles selbst erledigt. Jetzt gibt es dort außer neuen Duschen und Toiletten auch ein Whiteboard sowie einen Fernseher. „Damit die Fußballer sich hier wohlfühlen“, hebt Frick hervor. Auf dem Gelände gibt es sogar eine Fahrrad-Service-Station mit Werkzeugen und Pumpe. Die FC-23-Mitglieder packen an, wenn es etwas zu tun gibt. Am 19. Oktober waren es 60, die das gesamte Vereinsgelände gesäubert, die Pflanzen zurückgeschnitten haben.
Arbeitseinsatz im April
Am 26. April ab 9 Uhr steht der nächste große Arbeitseinsatz an. Die Jugendleiter und der Vorstand organisieren dies. Essen und Getränke stellt der Verein den Helfern. Solche Arbeitseinsätze bringen einen Vorteil. „Man kennt ja nicht jedes der 800 Vereinsmitglieder“, sagt Ansgar Frick schmunzelnd. Zu solchen Einsätzen bekomme deshalb jedes Vorstandsmitglied ein Namensschild. Und spätestens, wenn man gemeinsam esse, trinke und miteinander erzähle, lerne man sich kennen.
Einmal im Monat gibt es zudem samstags einen Arbeitsdienst zum Aufräumen und für kleinere Reparaturen. „Da kommen nicht so viele, vielleicht acht bis zehn Leute“, erzählt der stellvertretende Vorsitzende. „Aber willkommen ist jeder“, fügt er schmunzelnd hinzu. Und auch dieser kleine Trupp muss nicht darben. „Essen und Getränke gibt’s immer“, ergänzt Ansgar Frick und lacht.
Kontakt
Wer sich für Junioren-Fußball-Training im FC 23 Hambach interessiert, mailt den Jugendleitern Marc Rottmayer, m.rottmayer@fc23hambach.de, und Andreas Kuhn, a.kuhn@fc23hambach.de.