Neustadt Landau: Kommt Zeit, kommt Kohl

Auch Landau wird vielleicht eine Straße oder einen Platz bekommen, der nach dem verstorbenen Bundeskanzler Helmut Kohl benannt wird, aber das wird nicht schnell gehen. Die CDU hat im Stadtrat um eine breite Mehrheit für ihren Vorschlag geworben und ihren Antrag bewusst vage gehalten. Trotz Fehlern und Schwächen, wie sie jeder Mensch habe, sei Kohl „eine historische Größe“ gewesen, sagte der Fraktionsvorsitzende Peter Lerch. Oberbürgermeister Thomas Hirsch, ebenfalls CDU, erinnerte jedoch an den von den Grünen initiierten Grundsatzbeschluss des Rates vom Juli 2016, so lange Straßen und Plätze nach Frauen zu benennen, bis diese mit den Männern gleichgezogen haben: „Diese Regel müssen wir mal bedienen.“ Das Thema wurde in Landau in den Bauausschuss verwiesen. Auch in Ludwigshafen gibt es ein ähnliches Ansinnen zur Umbenennung von Plätzen beziehungsweise Straßen nach dem früheren Kanzler. In Frankenthal hat die CDU ihren Antrag, den Rathausplatz nach dem Altkanzler zu benennen, nach Bürgerprotesten zurückgezogen. Auch in Speyer gibt es einen entsprechenden CDU-Antrag.