Neustadt
Kommentar zur Filialbesetzung der VR-Bank: Bankberater ist nicht unerlässlich
Eines vorneweg: Die Ü60-Generation muss sich daran gewöhnen, dass sie ihre Bankgeschäfte am Bildschirm ihres Computers erledigt. Die Zeiten sind vorbei, in denen der Bankberater rund um die Uhr vor Ort war. Die Bankinstitute werden ihr Personal reduzieren müssen und sich weiter aus der Fläche zurückziehen. Schon jetzt halten sie sich über Wasser, indem sie beispielsweise alte Bausparverträge mit guten Konditionen kündigen und wohlhabende Menschen Strafzinsen aufbrummen.
Wenn die VR-Bank Südpfalz Alternativen wie die Sisy-Videoschalte anbietet, sollten Bürger diese auch nutzen, statt auf eine Tasse Kaffee am Tisch von Herrn Müller zu bestehen. Immerhin kann Oma Gertrud so an einem Bildschirm mit einem netten Bankberater reden, als stumm in die Tasten ihres PCs tippen zu müssen.
Nichtsdestotrotz darf der Hambacher sauer sein. Wenn er schon auf eine andere Bankfiliale ausweichen muss, sollte diese zumindest besetzt sein. Vor allem zu den regulären Öffnungszeiten. Wird doch gerade in Deutschland darauf Wert gelegt, Zeiten und Fristen einzuhalten. Skandal, wenn der Laden auch nur ein paar Minuten später öffnen sollte.
In solch schwierigen Zeiten sollten Banken alles dafür tun, damit sie das Vertrauen der Kunden nicht verlieren.
