Neustadt Kommentar: Bitte aufmachen!

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Die Neustadter Einzelhändler fürchten um ihre Existenz und fordern ein Ende des Lockdowns – verständlicherweise.

Ein Buchladen darf keine Bücher verkaufen, ein Supermarkt aber schon – das Unverständnis der Einzelhändler über die Lockdown-Maßnahmen ist nachvollziehbar. Schon vor der Pandemie waren Onlineshops und Handelsketten eine Bedrohung für die kleinen Geschäfte in den Fußgängerzonen.

Den Müllers, Rossmanns und Reals ist aber realistischerweise kaum ein Vorwurf zu machen. Solidarität in allen Ehren – aber welche Geschäftsleute verzichten schon freiwillig auf Profit?

Die aktuellen Vorgaben der Landesregierung tragen jedenfalls zum Wegsterben der unabhängigen Einzelhändler bei. Im Dezember und Januar, wenn das Weihnachtsgeschäft brummt, haben viele ihre Hochsaison verpasst. Vom Land muss eine gerechte Regelung her, seien es abgesperrte Regale in den Supermärkten oder – für den Einzelhandel die bessere Lösung – eine teilweise Aufhebung des Lockdowns.

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