Neustadt
Hambach: Offene Fragen beim Schloss-Verkehr
Carmen Wunn, Abteilungsleiterin Stadtplanung, betonte am Donnerstagabend im Bauausschuss, dass die Stadt weiter intensiv mit der Schloss-Stiftung verhandele, um Lösungen bei der Verkehrsfrage zu finden. „Dennoch kann es in Teilen weitergehen“, so Wunn. Daher warb sie um Zustimmung zum Entwicklungskonzept, an dem seit 2017 gearbeitet wird. Während man weiter mit Blick auf das Thema Verkehr verhandele, könne man sich schon beim Land um Fördermittel bemühen, um dann Vorhaben wie die Verschönerung von Hambacher Plätzen und Brunnenanlagen oder die Einführung eines Rundwegenetzes mit Beschilderung anzugehen.
Beim Thema Verkehr müsse man aktuell akzeptieren, „dass die Stiftung die Vollsperrung der Zufahrt ablehnt und auf eine Erreichbarkeit bei Veranstaltungen besteht“, beschrieb Wunn die Herausforderung. Einig sei man sich, dass nicht mehr der gesamte Individualverkehr zum Schlossberg stattfinden soll. Deshalb arbeite man an verschiedenen Modellen: Denkbar sei eine Parkplatzbuchung im Vorfeld. Und wenn alle Plätze vergeben seien, werde für andere die Weiterfahrt per Schranke verhindert. Im Gespräch sei ferner eine deutliche Erhöhung der Parkgebühren, „weil wir am Schloss keinen Wanderer-Parkplatz wollen“, so Wunn. Zudem soll es attraktiver werden, zu Fuß oder per E-Bike zum Schloss zu kommen.
Buslinien werden überprüft
Eingebettet seien diese Überlegungen in die Grundforderung des Schlosses, dass Veranstaltungsbesucher nach oben fahren dürfen. „Wir müssen uns jetzt die Situation in Haupt- und Nebensaison sowie an Tagen mit und ohne Veranstaltungen genau anschauen und gemeinsam sehen, welche Regelungen wir treffen können“, erläuterte Wunn. Außerdem prüfe man mit dem Verkehrsverbund, ob Buslinien anders getaktet werden können, um vom Parkplatz Dammstraße aus den Umstieg auf einen Bus hoch zum Schloss attraktiver zu machen.
Alle Fraktionssprecher stimmten Wunns Ansatz zu, sich um die Entwicklung Hambachs zu kümmern und dabei das Thema Verkehr zunächst auszuklammern. Christoph Bachtler (FWG) meinte aber: „Mich ärgert es, dass das Schloss nicht bereit ist, sich zu engagieren.“