Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Händler wegen Baustellen in Sorge – Stadt verspricht Lösungen

Die Exterstraße soll neu gestaltet werden.
Die Exterstraße soll neu gestaltet werden.

Auf Baustellen und Sperrungen reagieren Händler und Gastronomen immer sehr sensibel. Zwei größere Vorhaben in der Neustadter Innenstadt sind daher besonders spannend.

Wie geht es den Händlern und Gastronomen? Das wollte die Neustadter Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG) wissen und lud am Donnerstag zum Austausch in den Saalbau ein. Verkehrsthemen waren dabei ein Schwerpunkt. Zwei konkrete Vorhaben standen im Fokus.

Kellereistraße

Martin Utech, Abteilungsleiter Tiefbau, erläuterte, dass man beim Ausbau der Kellereistraße im Zeitplan liege. Ziel sei, die Sanierung dieses Abschnitts der Fußgängerzone bis Ende August 2026 abzuschließen. Richtig spannend werde es ab übernächster Woche, wenn der Einbau des neuen Pflasters beginne. Optisch wird die Kellereistraße wie die Hauptstraße gestaltet. Utech lobte die Baufirma und deren Umgang mit den direkt betroffenen Händlern sowie Stadt und WEG. Man bemühe sich immer um vernünftige Lösungen. „Trotz allem ist es eine Baustelle“, meinte Utech mit Blick auf unvermeidbare Einschränkungen.

Zum Baustellenmanagement gehöre auch, dass die neu gepflasterten Bereiche erst einmal weder betreten und für etwa vier Wochen auch nicht befahren werden dürften. Dies sei nötig, damit sich der neue Belag setzen könne und er dann dauerhaft nutzbar sei. Man plane aber Lösungen, damit Fußgänger immer in der Straße unterwegs sein können, die Geschäfte somit stets erreichbar bleiben. Andreas Böhringer vom Willkomm-Vorstand warb darum, die Klemmhof-Zufahrt möglichst durchgängig zu ermöglichen. Das wird ein Thema, wenn 2026 auch in der Laustergasse gearbeitet wird. Wenn für die Klemmhof-Dauerparker für diese paar Wochen eine Zufahrt über die Sparkasse ermöglicht werde, sei das zwar positiv. „Aber das nutzt den Händlern ja nichts“, so Böhringer, denn die lebten von Tagesgästen. WEG-Geschäftsführerin Karin Henneke sicherte zu, das Thema genau zu besprechen und vorzubereiten.

Exterstraße

Citymanager Mark Kieser berichtete von einer Anliegerversammlung, in der über zwei mögliche Varianten zur Neugestaltung der Exterstraße beraten worden sei. Bis zur Landesgartenschau im Jahr 2027 soll die Umgestaltung der wichtigen Verkehrsachse abgeschlossen sein. Ziel sei, so Kieser, die Durchfahrtsgeschwindigkeit zu reduzieren, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie trotzdem die Durchfahrt für Pkw und Busse zu gewährleisten. Variante eins sei das Einzeichnen von Fahrradstreifen. Variante zwei sehe im Wesentlichen in der Mitte der Exterstraße die Schaffung von Parkmöglichkeiten vor, um so die Fahrspuren zu verengen.

In der Versammlung waren Kieser zufolge 30 bis 40 Anwohner und Händler. Die Mehrheit habe sich für Parkmöglichkeiten im Mittelbereich ausgesprochen. Auf der politischen Ebene werde sich nun der Bauausschuss mit dem Thema befassen. Durch die Umgestaltung der Exterstraße würden rund 15 bis 20 der derzeit vorhandenen 99 Stellplätze verloren gehen, so Henneke. Ersatz werde es aber durch den neuen Parkplatz an der ehemaligen Esso-Tankstelle geben. Außerdem solle das Parkhaus Hetzelgalerie vom Schrankensystem auf die Kennzeichenerkennung umgestellt werden. „Dadurch wird die Einfahrt dort dann einfacher“, so Henneke, die Rückstaugefahr werde reduziert.

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