Neustadt Fall Edenkoben: Bei Kundgebung mehr Kinderschutz gefordert
„Von Eltern für Eltern – zum Schutz unserer Kinder!“ Die Ansagen auf einer Kundgebung in Neustadt waren am Sonntagnachmittag deutlich. Nach dem Fall Edenkoben, bei dem am 11. September eine Zehnjährige auf dem Schulweg entführt und im Anschluss sexuell missbraucht wurde, forderten gut 250 Teilnehmer mehr Schutz vor Sexualstraftätern. Im Fall Edenkoben ist ein 61-jähriger Neustadter dringend tatverdächtig. Er wurde vielfach wegen Gewalt- und Sexualdelikten verurteilt und zuletzt Mitte Juli aus der Haft entlassen.
Die Kundgebung organisiert hatte Mareike Döring. Die 37-Jährige stammt aus Neustadt, wohnt in Edenkoben und ist selbst Mutter dreier Kinder im Alter von drei bis 17 Jahren. Prominenter Gastredner war Carsten Stahl, ehemaliger Schauspieler aus Berlin, der seit 2014 mit seiner zum Schutz von Kindern gegründeten Initiative „Stoppt Mobbing“ bundesweit bekannt wurde. Zu seiner Botschaft gehörte auch, weder Selbstjustiz zu üben noch die Todesstrafe zu fordern. Wichtig sei, dass Kindesmissbrauch mit der höchstmöglichen Strafe geahndet werde.
Begleitet wurde die Kundgebung vom städtischen Ordnungsamt und der Polizei. Diese bestätigte eine friedliche Versammlung ohne besondere Vorkommnisse.
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