Neustadt
„Ein Vorzeigeprojekt“: Was CDU-Spitzenkandidat Schnieder zur Landesgartenschau sagt
Der beschwerliche Weg hinauf zum Deponiehügel machte Gordon Schnieder nichts aus. Dirk Herber, CDU-Landtagsabgeordneter aus Mußbach und Direktkandidat im Wahlkreis, hatte seinen Parteifreund am Samstag nach Neustadt eingeladen, damit er sich selbst ein Bild von den Plänen für die Landesgartenschau machen kann. Anne Pieper, Geschäftsführerin der Landesgartenschau-Gesellschaft, und Oberbürgermeister Marc Weigel (FWG) nutzten die Gelegenheit, um dem Mann, der mit Alexander Schweitzer (SPD) um die Gunst der Wähler am 22. März kämpft, um als Ministerpräsident die künftige Landesregierung anzuführen, das Neustadter Vorzeigeprojekt zu erläutern.
Dabei ging es auch um die im Raum stehende Verschiebung des Großereignisses. Schon beim Betreten der Baustelle an der Branchweilerhofstraße im Bereich des ehemaligen VfL-Sportplatzes erklärte Pieper, dass man zwar eine rege Bautätigkeit sehe. Allerdings sollte man auch schon die Bodenplatte für den Sportpavillon sehen können. Die Insolvenz des beauftragten Unternehmens habe den Baustart verhindert. Die LGS-Gesellschaft müsse die Arbeiten neu ausschreiben. „Das kostet uns fünf Wochen“, so Pieper.
Rundgang hinterlässt Eindruck
Oben auf dem Deponiehügel dann die nächsten Erklärungen. Pieper und Weigel zeigten Richtung Schulzentrum und Bahnlinie. Zum Glück fuhr gerade ein Zug vorbei, sodass der Gast aus der Landespolitik gut die kleine Unterführung erkennen konnte. Dort soll ein Trogbauwerk rein, was wegen der Bahntrasse ziemlich schwierig zu planen ist. Beim Planungsbüro sei es hier zu Verzögerungen gekommen. „Das kostet uns zehn Wochen, und die verzögern danach Anschlussarbeiten, etwa beim Pflanzen, auf dem Gelände“, so Pieper. Aus diesen beiden Gründen sei der Eröffnungstermin im April 2027 nicht zu halten, weshalb aus ihrer Sicht die Verschiebung ins Jahr 2028 unumgänglich ist.
Schnieder nickte zustimmend bei diesen Argumenten. Zumal er bei der kleinen Wanderung im Prinzip auf jedem Meter sehen konnte, was für die Gartenschau rund um den Deponiehügel alles neu gestaltet wird. Weigel freute sich, dass der Rundgang Eindruck hinterließ. Die LGS-Gesellschaft kalkuliert mit 800.000 Besuchern im Gartenschaujahr – hofft aber, die Millionenmarke knacken zu können, ergänzte Pieper. Im Bereich Maifischgraben waren Erdhügel zu sehen. 80.000 Kubikmeter Erde würden bewegt, erklärte Pieper die Dimensionen der Arbeiten.
Panoramabar begeistert
Besonders gut gefiel es Schnieder oben auf dem Deponieberg – mit der Aussicht und der Idee für die Panoramabar, für die die Arbeiten begonnen haben. „So etwas hier oben: ein Wahnsinn“, sagte Schnieder danach im RHEINPFALZ-Gespräch. Er verspreche sich durch die LGS-Investitionen eine „super Entwicklung“ für Neustadt. Es sei einmalig, ein ehemaliges Deponiegelände für eine LGS und eine Parkanlage zu nutzen. „Das wird ein Vorzeigeprojekt, das wir bis zum Ende unterstützen“, betonte Schnieder. Er habe das LGS-Gelände zum ersten Mal gesehen und sei Pieper und Weigel dankbar für die Einblicke.
Der Oberbürgermeister ergänzte noch, dass ja noch nicht absehbar sei, wer mit ihm die Landesgartenschau eröffnen werde. Die Umfrageergebnisse deuten auf ein enges Rennen im Kampf ums Ministerpräsidentenamt hin. „Daher ist es mindestens nicht verkehrt, wenn Herr Schnieder alles mal gesehen hat“, so Weigel. Schnieder nahm die Vorlage mit dem Hinweis auf den LGS-Eröffnungstermin augenzwinkernd gerne auf und meinte zum Abschied zu Marc Weigel: „Ich freue mich drauf.“