Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Bushaltestelle: Verlegung und Ausbau wieder auf der Tagesordnung

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Deidesheim hinkt beim Thema barrierefreie Bushaltestelle hinterher. Das liegt daran, dass die Haltestelle am Bahnhof, die ausgebaut werden soll, auch verlegt werden soll. Und das wiederum hängt mit dem geplanten Baugebiet D8 zusammen.

Der Vorschlag, das Umfeld des Bahnhofs neu zu gestalten und barrierefreie Bushaltestellen auf der Ostseite des Bahnhofs zu bauen, ist bereits im August 2021 im Stadtrat diskutiert worden. Der „Umzug“ hat aus Sicht der Stadt etliche Vorteile, unter anderem würde der Busverkehr weitgehend aus der Innenstadt verschwinden, zum anderen wäre das neue Baugebiet D8 besser angeschlossen. Außerdem ist 2023 ein Mobilitätskonzept entwickelt worden, das die Zusammenführung verschiedener Verkehrsmittel vorsieht, neben Zügen, Bussen, Autos und Fahrrädern auch Shuttle-Services.

Inzwischen ist die Stadt bei der Planung von D 8 weitergekommen. Bürgermeister Dieter Dörr hat Anfang Januar im RHEINPFALZ-Interview berichtet, dass die Stadt mit den Grundstückseigentümern einig geworden sei und es erste Planentwürfe gebe. Nun steht auch das Thema Verlegung der Bushaltestelle wieder auf der Tagesordnung – zumal die Zeit drängt, da ein Antrag auf Förderung bis Ende des Jahres eingereicht werden muss, wie Dörr im Bauausschuss erklärte. Der barrierefreie Ausbau werde mit 85 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt. Förderfähig sind im Falle Deidesheim allerdings nicht die kompletten Kosten, da der Ausbau durch die Verlegung deutlich wird. Durch die Beratungen im Bauausschuss ist das Projekt nun für eine erneute Entscheidung im Stadtrat vorbereitet worden.

25 Parkplätze entfallen

Drei Linien sollen künftig die Haltestellen anfahren, erläuterte Werner Krug vom beauftragten Ingenieurbüro in Ludwigshafen. Durch die Haltestellen fielen 25 Parkplätze weg, allerdings könnten auf den derzeitigen Warteplätzen der Busse elf Plätze geschaffen werden, so dass es künftig unterm Strich nur 14 Parkplätze weniger gibt. „Die Fahrbahn wird quasi in den Parkplatz hinein verbreitert“, so Krug. Die Busse, die zurück in Richtung Kreisel fahren, würden um eine Verkehrsinsel geleitet.

Die Kosten bezifferte Krug mit rund 500.000 Euro. Das sind gut 100.000 Euro mehr, als 2021 erwartet wurden. Der Anteil, der auf die Stadt zukäme, wurde seinerzeit mit 100.000 Euro beziffert. Der angekündigte Zuschuss des Landes in Höhe von 85 Prozent beziehe sich auf die reellen Kosten, nicht auf die ursprüngliche Schätzung von 2021.

Das Thema Toiletten werde im Zuge des Umbaus ebenfalls aufgegriffen, erklärte Bauausschuss-Vorsitzender Bernd Anslinger (CDU). Er sei auch im Tourismusausschuss bereits angesprochen worden.

Der Ausschuss stimmte dem Entwurf bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu. Als Nächstes wird nun der Stadtrat darüber beraten.

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