Hassloch Barrierefreiheit: Zugang zum Bürgerbüro bleibt Problem

Gehbehinderte Menschen sind bei einem Besuch des Haßlocher Bürgerbüros auf fremde Hilfe angewiesen.
Gehbehinderte Menschen sind bei einem Besuch des Haßlocher Bürgerbüros auf fremde Hilfe angewiesen.

Mit der Eingangssituation am Haßlocher Bürgerbüro beschäftigt sich der Behindertenbeirat seit geraumer Zeit. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Die schwere Eingangstür und die zu steile Rampe seien für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl, aber auch für Familien mit Kinderwagen, nur mit Hilfe zu bewältigen, erklärte der Vorsitzende Jürgen Hess. Die CDU beantragte deshalb 2023 einen automatischen, barrierefreien Türöffner. Der Bauausschuss stimmte damals einhellig zu und beauftragte die Verwaltung, die Umsetzung im Zuge der geplanten Sanierung prüfen. Ein Zeitpunkt wurde jedoch nicht genannt.

Der Sanierungsbedarf des Bürgerbüros ist seit Jahren bekannt. Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz stellte 2016 und 2018 Mängel bei Raumluft, Beleuchtung, Heizung und Brandschutz fest. Die Kosten für die Behebung wurden damals auf 380.000 Euro geschätzt. Zwar empfahl der Bauausschuss 2019 die Sanierung, laut Verwaltung wurden bislang aber nur die „notwendigsten Unterhaltungsmaßnahmen“ umgesetzt. 2023 hieß es aus dem Rathaus, dass falls binnen drei Jahren keine Gesamtlösung gefunden werde, solle wenigstens ein automatischer Türöffner eingebaut werden.

Sanierung „auf Eis“

Wie Bürgermeister Tobias Meyer (CDU) im März mitteilte, liegt die Sanierung derzeit „auf Eis“. Alternative Standorte seien geprüft, aber verworfen worden. Auch über einen Neubau werde nachgedacht, doch wegen anderer großer Projekte fehlten derzeit die finanziellen Mittel. In Abstimmung mit dem Behindertenbeirat seien inzwischen die Klingel versetzt und die Schließkraft des Obertürschließers reduziert worden, um kurzfristig Abhilfe zu schaffen. Barrierefreiheit und Teilhabe bedeuteten jedoch, dass Betroffene ein kommunales Gebäude selbstständig und ohne fremde Hilfe erreichen könnten, so Hess.

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