Neustadt Bühne für viele junge Talente

„Trommelfeuer“: Mitmachaktion unter Leitung von Colin Jamieson beim Musikschulfest.
»Trommelfeuer«: Mitmachaktion unter Leitung von Colin Jamieson beim Musikschulfest.

Bekannte und ungewöhnliche Klänge, abwechslungsreiche Darbietungen der Solisten, Bands, Ensembles, Orchester und Chöre machten das Sommerfest der Musikschule zu einem Fest für die ganze Familie. Erstes Hineinschnuppern in die Welt der Musik begeisterte kleine und große Besucher ebenso wie die Darbietungen der Schüler und Lehrer.

Im zweijährigen Rhythmus veranstaltet die Musikschule „ihr“ Fest. Auf der Open-Air-Bühne im Hof präsentieren sich die größeren Ensembles, und es werden eher lautere Töne angeschlagen, leisere im Kammermusiksaal und in den Unterrichtsräumen. Den Besuchern bietet sich ein Einblick in die vielfältigen Angebote der Musikschule und insbesondere die Schüler, Band- und Ensemblemitglieder können ihr musikalisches Talent vor größerem Publikum präsentieren. Mit der „Ode an die Freude“ und rund 60 „streichenden“ Akteuren auf der Open-Air-Bühne startet das Fest. Bürgermeister Lothar Lorch (CDU) sowie der zuständige Dezernent Tobias Meyer (CDU) unterstreichen, wie wertvoll die Einrichtung für die Gemeinde sei. In Gesprächen mit Neubürgern erfahre er häufig, dass die Musikschule als Teil der gemeindlichen Infrastruktur ein wichtiger Faktor für die Entscheidung sei, nach Haßloch zu ziehen. Das „Streichorchester“ auf der Bühne zeige gleichzeitig, wie die Kooperation mit Vereinen, Schulen oder Kindertagesstätten gelinge. Denn gemeinsam mit den jüngsten „Streichlingen“ musizieren fortgeschrittene Schüler, Schüler der Musikklassen und des Vororchesters des Hannah-Arendt-Gymnasiums. Über 1000 Schüler habe die Musikschule, sagt die Leiterin Tatjana Geiger im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Rund 150 Schüler bis sechs Jahre seien derzeit im Elementarbereich (Eltern-Kind-Kurs, Musikalische Früherziehung beziehungsweise Grundausbildung) zu verzeichnen. In der Altersgruppe 50 plus nutzten rund 200 Personen vom Anfänger bis zum Wiedereinsteiger das Angebot. Sowohl die Zehnerkarte als auch die Kurzzeit-Angebote hätten sich bewährt. Für die Festbesucher ist das vielfältige Programm fast eine „Herausforderung“, denn eigentlich möchte keiner den Auftritt seines Kindes oder Partners verpassen. Auf der anderen Seite locken die Mitmachangebote oder das Kennenlernen eher unbekannter Instrumente wie die Veeh-Harfe, aber auch die Auftritte der Ensembles und Orchester, die in vielen musikalischen Stilrichtungen unterwegs sind. Gerade sucht eine ältere Dame ihren Enkel, der gleich Schlagzeug spielen wird, aber auch in der Celloklasse sein Können präsentieren soll. Und angesichts des schwül-warmen Wetters, glücklicherweise ohne erfrischendes Nass von oben, stärkt man sich dazwischen mit kühlen Getränken, leckerem Gegrillten und Salat oder Kaffee und Kuchen. Aber das gelingt hervorragend im Schatten vor der Open-Air-Bühne, sei es zum „Trommelfeuer“ der Schlagzeug-Sektion, dem „Bunten Melodienstrauß“ mit dem Akkordeonorchester, dem „Ukulele sing along“ oder den Songs der „Rockwerkstatt“. Dank sei an die Sponsoren und an das großartige Engagement der vielen Helfer, an die Mitglieder des Förderkreises und des Schulbeirats, an die Eltern und die Lehrer zu richten, ohne die ein solches Fest nicht zu stemmen sei, betonen Geiger und der Vorsitzende des Förderkreises, Rainer Eckelmann.

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