Neustadt Amokalarm am Leibniz-Gymnasium: So lief der Vormittag ab

Die Polizei war ab 8.30 Uhr an der Schule.
Die Polizei war ab 8.30 Uhr an der Schule.

Große Aufregung am Dienstagmorgen am Neustadter Leibniz-Gymnasium: Es gab eine Amokdrohung, der Unterricht wurde vorzeitig beendet. Doch rasch kehrte Ruhe ein.

Der Unterricht am Neustadter Leibniz-Gymnasium begann wie an jedem anderen Schultag auch. Doch das änderte sich schlagartig gegen 8.20 Uhr, als auf einer Mädchentoilette Schmierereien mit einer Amokdrohung entdeckt worden waren. Sofort wurde die für solche Situationen vorgesehene Kette in Gang gesetzt, sagt Schulleiter Ulf Boeckmann. Schulaufsicht und Schulträger wurden informiert. Ab 8.30 Uhr war die Polizei in der Schule. Übers Elterninformationsportal wurden auch die Eltern benachrichtigt.

Boeckmann ist sich sicher, dass die Drohungsbotschaft frisch angebracht wurde, „denn gestern hatten wir ja regulären Unterricht, da war nichts“. Gegen 10.15 Uhr hat er Zeit für das RHEINPFALZ-Gespräch. Ab da kehrt Ruhe ein. Da trotz der frühen Info an die Eltern und der Polizeipräsenz in der Schule über soziale Medien die Nachricht kursierte und sich Gerüchte verbreiteten, wurde entschieden, den Unterricht um 9.30 Uhr zu beenden. Boeckmann: „Aufgrund der sozialen Medien herrschte Unruhe, manche hatten Angst. So macht Unterricht keinen Sinn, und wir mussten vorbeugend reagieren.“

Erinnerungen an April 2024

Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 durften selbstständig nach Hause gehen. Die rund 400 Kinder der Klassen 5 bis 8 wurden zunächst in der Aula versammelt. Alle riefen ihre Eltern an, um zu klären, ob sie alleine nach Hause dürfen oder abgeholt werden. „Das klappte perfekt, auch das Kollegium hat sich super verhalten“, betont Boeckmann.

Boeckmann fühlte sich stark an den April 2024 erinnert, als es schon einmal einen Amokalarm am Leibniz gegeben hatte. „Wie damals hat es jetzt auch keine Hinweise auf eine echte Gefahrenlage gegeben. Trotzdem gilt: Sicherheit geht vor“, sagt Boeckmann. Zur selben Einschätzung war auch die Polizei nach Überprüfung der Lage gekommen. Sie hat dennoch Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. Hinweise auf einen Tatverdächtigen gebe es bisher nicht, so die Polizei.

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