Mannheim
Mord in der Neckarstadt West aufgeklärt
Im nordhessischen Homberg (Efze) haben Strafverfolger den 33-Jährigen geschnappt, den sie für den Tod eines Studenten in der Mannheimer Neckarstadt verantwortlich machen. Die Leiche des 35-Jährigen war Mitte Juli in seiner Wohnung gefunden worden. Und anfangs konnte die Polizei noch nicht einmal genau sagen, seit wann er schon tot war. Mittlerweile allerdings gehen die fast 50 für den Fall zuständigen Ermittler davon aus, dass sein Mörder am 7. Juli gegen 17 Uhr mit einer ungeöffneten Sektflasche auf ihn losgegangen ist.
Zunächst nur eine Wunde am Kopf
Allerdings soll der Student bei dieser Attacke zunächst nur eine stark blutende Wunde am Kopf erlitten haben. Dem Täter hätte somit ein Verfahren wegen Körperverletzung gedroht. Und um dem zu entgehen, meinen die Ermittler, hat der Iraker seinen verletzten Gastgeber dann umgebracht. Womit sie dem 33-Jährigen ein Motiv unterstellen, das ihm eine besonders schwere Strafe bescheren kann. Denn wenn es um die „Verdeckung einer Straftat“ ging, war ein tödlicher Angriff laut Gesetz kein Totschlag, sondern ein Mord.
Unklar ist den Strafverfolgern einem Polizeisprecher zufolge allerdings noch, in welchem Verhältnis die beiden Männer zueinander standen. Und was der Grund dafür war, dass der Iraker überhaupt mit der Sektflasche auf den Studenten losging. Aber die Ermittler sind sich sicher, dass sie tatsächlich den Richtigen erwischt haben. Denn dass er der Täter ist, hat ihnen der Iraker in einer ersten Vernehmung schon gestanden. Außerdem gehen die Beamten davon aus, dass sie einen erdrückenden Beweis gefunden haben.
Demnach war am Tatort ein Sohlenabdruck zurückgeblieben. Ein Polizeisprecher sagt: „Der ist ziemlich markant.“ Und: Er passt zu Schuhen, die dem 33-Jährigen gehören.
