Mannheim 13 Polizisten bei Corona-Protesten in der Innenstadt verletzt
(aktualisiert Dienstag,6 Uhr) Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen während einer unangemeldeten Demonstration gegen Corona-Maßnahmen sind in Mannheim nach Polizeiangaben 13 Einsatzkräfte verletzt worden. Demnach hatten die Protestierenden das Versammlungsverbot ignoriert und Widerstand geleistet, als die Ordnungskräfte ihren Aufzug beenden wollten. Einer der Beamten sei ins Krankenhaus gebracht worden. Wegen der Angriffe seien 13 Personen festgenommen worden, hieß es weiter. Geprüft werde, ob ein Demonstrant einem Haftrichter wegen Körperverletzung vorgeführt werden könne. Weitere 131 Menschen seien wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz angezeigt worden. Etwa 300 Menschen hatten sich am Montagabend in der Mannheimer Innenstadt eingefunden, um ihren Unmut über die Corona-Politik und eine drohende Impfpflicht zu äußern. Sie zogen laut Polizei vom Wasserturm Richtung Paradeplatz. „Die Grundstimmung ist aggressiver als vor einer Woche“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der RHEINPFALZ. Es sei lauter und gebe mehr Sprechchöre. „Die Lage war zwischendurch unübersichtlich.“ Die Polizei wandte sich immer wieder mit Lautsprecherdurchsagen an die Menschen und erklärte, dass es sich um eine nicht genehmigte Veranstaltung handele. Daraufhin skandierten die Teilnehmer „Friede, Freiheit, keine Diktatur“. Im Laufe des Abends bildeten sich kleinere Gruppen, die verstreut weitergingen. Im Quadrat C2 seien 100 Menschen gestoppt worden, um deren Personalien zu erheben. Vor einer Woche waren mehrere Tausend Menschen in Mannheim auf der Straße.