Ludwigshafen Zur Sache: Fußgönheimer Museen

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Die Museumsscheune ist Teil des alten Bauernhofs, der 1720 gegenüber des Hallberg-Schlosses entstand. Aus diesem Grund wird die Scheune auch Schlossscheune genannt. Das Wohngebäude des Bauernhofs war das Geburtshaus von Carl Leibl (1784 bis 1870). Er war Musiker, Dirigent und Domkapellmeister in Köln und prägte die klassisch-romantische Kirchenmusik am Kölner Dom im 19. Jahrhundert. Die Musiksammlung der Kölner Domkapelle ist die sogenannte „Leiblsche Sammlung“. Carl Leibl war der Vater des Malers Wilhelm Leibl (1844 bis 1900) – ein bedeutender Vertreter des Realismus in Deutschland. Der Hof der Familie Leibl ging an die Familie Blaul, die diesen 1984 an die damalige RVB Mutterstadt verkaufte. Die Museumsscheune wurde an die Ortsgemeinde Fußgönheim veräußert – für 20.000 Mark. Bedingung der Bank sei gewesen, ein Landwirtschaftsmuseum einzurichten. Seither sammelte der HKK alles, was mit dem Dorf und seiner Geschichte zu tun hat, fasste es zu zahlreichen Dauer- und Sonderausstellung zusammen und zeigt diese in der Scheune sowie in den anderen Seitengebäuden des Schlosses. In der Museumsscheune können Besucher neben dem Landwirtschaftsmuseum die Dauerausstellungen „Not macht erfinderisch“ und „Wasch- und Plätt-Tag“ sehen. Die geplante „Werkstatt zur Holzverarbeitung“ soll das Angebot ergänzen. Außerdem findet in der Scheune alle Jahre der sehr beliebte Ostereier-Markt statt, der 1977 das erste Mal seine Tore öffnete und damit einer der ältesten in Deutschland ist, schreibt der HKK auf seiner Homepage. Unweit der Museumsscheune ist das Heimatmuseum im Hallberg-Schloss untergebracht, in dem es eine Vor- und Frühgeschichtliche Sammlung von Funden aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie eine original eingerichtete Küche, ein Wohnraum (das sogenannte Leibl-Zimmer) und ein Schlafraum im Stil der damaligen Zeit gibt. Außerdem werden Spielsachen von früher ausgestellt, darunter auch eine Ritterburg von 1835. Zum Heimatmuseum gehören auch der Museumskeller mit einer Sammlung von Geräten und Werkzeugen und ein Freilichtmuseum. Im Schloss ist die Schlosskirche mit Schlosssaal, Kapelle, Hallberg-Gruft und Schlossgarten zu den Öffnungszeiten öffentlich zugänglich. Außerdem hob der HKK das Deutsche Kartoffelmuseum aus der Taufe – ebenfalls auf dem Anwesen zu sehen. Das wird seit 1987 von dem eigenständigen Verein „Deutsches Kartoffelmuseum Fußgönheim“ betrieben. Aktuell planen beide Museumsvereine, das ehemalige Bankgebäude – das „Leibl-Haus“ – zu erwerben und die Front wieder in den Zustand zu versetzen, wie diese 1730 war.

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