Ludwigshafen Zur Sache: 70 Jahre VdK in Lu

Der VdK-Kreisverband Ludwigshafen feiert am 25. August in der Festhalle Oggersheim sein 70-jähriges Bestehen. Mit knapp 12.000 Mitgliedern in 19 Ortsverbänden ist der Kreisverband Ludwigshafen einer der größten in Deutschland. In der Gründungszeit des Sozialverbands nach dem Zweiten Weltkrieg lebten auf dem Gebiet der späteren BRD und der sowjetischen Besatzungszone mindestens 1,75 Millionen Kriegsversehrte. Dazu kamen zahllose Hinterbliebene der Kriegstoten, Vermissten und Kriegsgefangenen. Die Versorgungsstrukturen waren zusammengebrochen, die Wirtschaft stand still und die Währung war zerrüttet. „Solidarität und Selbsthilfe“ lautete da das Gebot der Stunde. Im Oktober 1946 gründete sich unter dem Namen „Verband der rheinischen Kriegsgeschädigten und Hinterbliebenen der Weltkriege“ der Vorgänger des heutigen VdK. Die französische Besatzungsbehörde erließ die Auflage, dass in dem Namen das Wort Krieg nicht vorkommen dürfe. So kam es erst am 20. Juni 1947 zur offiziellen Gründung des Landesverbands unter dem Namen „Bund der Körperbehinderten und Hinterbliebenen“. Erklärtes Ziel der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen war eine rechtmäßige und angemessene Versorgung. 1950 erfolgte die Umbenennung in „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“. Mittlerweile versteht sich der VdK als moderner Sozialverband, der seine Mitglieder in allen Fragen des Sozialrechts vertritt. Bundesweit hat er 1,9 Millionen Mitglieder.
