Ludwigshafen Züchter zeigen ihre schönsten Tiere

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Mutterstadt. Sie dösen auf rosa Kissen, lümmeln in Hängematten oder lassen entspannt Handyfotos über sich ergehen: Dabei sind die ausgestellten Rassekatzen im Palatinum preisgekrönte Champions, Europameister oder sogar Weltmeister. Der 1. Kurpfälzer Rassekatzenverband hatte am vergangenen Wochenende bei der Veranstaltung „Arena of Cats“ internationale Züchter mit insgesamt mehr als 400 Katzen zu Gast.

Ob American Curl, Maine Coon, Siam, Russisch Blau oder die haarlose Sphynx – für die Besucher gab es viel zu sehen. Die Katzen ließen sich wohl gern bewundern und hatten auch nichts gegen ein Handyfoto direkt vor ihrer Nase. „Wir haben Züchter aus ganz Deutschland, aus Frankreich, der Schweiz und Belgien“, berichtete Katrin Gropp, stellvertretende Vorsitzende des 1. Kurpfälzer Rassekatzenverbands (KRV) mit Sitz in Mannheim. Der KRV veranstaltet zwei Mal im Jahr eine solche Katzenausstellung, bei der die Züchter ihre Tiere in verschiedenen Wettbewerben und Ausscheidungen einem internationalen Richtergremium vorstellen. Die Richter bewerten die Katzen nach Rassestandards – werden die Kriterien erfüllt, erhalten die Katze den begehrten Punkt, den der Züchter für seine Zucht braucht, erklärte Katrin Gropp. Für Jaqueline und Arthur Dürig hat sich der Weg vom schweizerischen Aesch bei Basel nach Mutterstadt gelohnt. Mit ihren Heiligen Birmas – so heißt die Katzenrasse – hat das Ehepaar vor den strengen Richtern bestanden. „Unser Kater ist gerade Champion geworden“, freute sich Jaqueline Dürig und deutete auf den weißen Kater, der sich in seiner Box zu einem Fellknäuel zusammengerollt hatte. Sein Name ist Fou de Vous de Poety, genauso kompliziert ist auch der Name der Katze gleich nebenan, die auf Sidi Saad’s Wassabi hört und gerade Europachampion geworden ist. Ein Mitglied des internationalen Richtergremiums war Manfred Reinhardt-Vennemann. Bei ihm und seinen Kollegen im Nebenraum war viel los, immer wieder kamen Züchter, um ihre Tiere bewerten zu lassen. Dass so viele Züchter und Katzen nach Mutterstadt gereist waren, wertete der Frankfurter durchaus positiv: „Es ist gut, wenn eine gewisse Konkurrenz herrscht. So können die Züchter sehen, wo sie selbst stehen.“ Die „Arena of Cats“ des KRV zähle in der Katzenzüchterszene zu den „Top Five“, lobte er die sehr gute Qualität der Tiere, den harmonischen Ablauf und die familiäre Atmosphäre. Die Richter achten bei der Bewertung nicht nur auf physische Merkmale, sondern auch darauf, wie sich das Tier verhält: „Katzen sind Persönlichkeiten und können auf solche Veranstaltungen gestresst und überfordert reagieren.“ Wenn das der Fall ist, raten die Richter dem Züchter auch, mit dem Tier nicht jedes Wochenende auf eine Ausstellung zu fahren. „Es geht um Respekt gegenüber dem Tier“, betonte Reinhardt-Vennemann. Zum Ausruhen nach ihrem Rundgang hat sich das Familie Pfaff am Rand des Trubels niedergelassen. „Die Kinder wollten gern Katzen sehen. Unsere eigene Katze ist leider verstorben“, erzählen die Eltern Dunja und Daniel Pfaff. Der Heidelberger Familie gefällt die Ausstellung, und die kleine Lisa-Marie findet die weißen Katzen am schönsten. „Wir hätten auch gern wieder eine Katze“, sagt Dunja Pfaff. Aber sie wollen noch etwas warten, bis ihr Jüngster, der zweijährige Julius, etwas älter ist. |mmö

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