Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Wildschweine beschäftigen Stadt, BASF und Polizei

Alles zu: einer der Eingänge zum Ebertpark am Montag.
Alles zu: einer der Eingänge zum Ebertpark am Montag.

Die Stadt hat am Dienstag um 13.30 Uhr den Ebertpark wieder für Besucher geöffnet. Die Anlage wurde am Montag vorübergehend abgeriegelt, nachdem Passanten ein dort herumlaufendes Wildschwein gemeldet hatten.

Mitarbeiter der Stadt haben den Park am Dienstagvormittag noch einmal durchsucht, aber kein Wildschwein mehr gesehen. Laut den Zeugen vom Montag war das Tier vom Park aus in Richtung Hemshofkreisel gerannt. Dort hat es nach Angaben der Polizei eine Fußgängerin leicht verletzt. Die Frau wurde vom rennenden Wildschwein überrascht und konnte nicht mehr ausweichen.

Laut Angaben der Polizei sind die Tiere schon seit Tagen in Friesenheim unterwegs und haben am Montag mehrere Polizeieinsätze verursacht. So haben sie in der Sternstraße den Verkehr behindert. Die Polizei vermutet, dass die Wildschweine außerdem für Schäden in der Kleingartenanlage „Am Riedsaumpark“ (Kopernikusstraße) verantwortlich sind. Hier wurden Blumen und Pflanzen beschädigt.

BASF beauftragt Jäger

Ein Wildschwein ist am Montagabend bei der BASF erlegt worden, wie eine Sprecherin des Konzerns auf Anfrage bestätigte. Ihr zufolge passierte das Tier bereits am Vormittag Tor 7 und und wurde auch danach noch mehrfach am Werk gesichtet. Am Nachmittag habe das Wildschwein auf einem mit einem Zaun gesicherten Gelände festgehalten werden können. Die BASF habe einen Jäger alarmiert, der das verletzte Tier erlegte. Laut der Konzernsprecherin waren die Untere Jagdbehörde und die Polizei informiert, eine Genehmigung lag vor. Ob es sich um das Tier handelt, das auch im Ebertpark gesehen wurde, ist noch unklar. Da im Park kein Wildschwein mehr gesichtet wurde, geht man wohl davon aus.

Die Stadt bittet um Informationen von Bürgern, wenn noch Wildschweine gesehen werden: Telefon 0621/504-2067. Wer möchte, könne auch die Polizei in Oppau, Telefon 0621/963-2222, verständigen.

Nach Informationen der Polizei sind „mindestens fünf Wildschweine“ im nördlichen Stadtgebiet unterwegs. Vermutlich handele es sich um eine Mutter und ihre Kinder. Die Polizei greift immer dann ein, wenn sie von Bürgern zu konkreten Vorfällen gerufen wird, ansonsten seien die Jagdpächter zuständig.

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