Vorderpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Was die Freibäder der Region zu bieten haben

Eine der Attraktionen: die Riesenrutsche im Willersinn-Freibad.
Eine der Attraktionen: die Riesenrutsche im Willersinn-Freibad.

Über Pfingsten klettern die Temperaturen in der Vorderpfalz auf sommerliche Werte – Zeit fürs Freibad also. Was die Anlagen in Ludwigshafen, Speyer und Frankenthal zu bieten haben – eine Übersicht.

Die bei Ludwigshafenern populärste Stelle, um an heißen Tagen einen kühlen Kopf zu bewahren, ist und bleibt das Freibad am Willersinn. Je nach Witterung kann dort zwischen Anfang Mai und Mitte September geschwommen oder ein Sonnenbad genommen werden. Die 1976 eröffnete Anlage an der Grenze zwischen Friesenheim und Oggersheim ist zwischen 2013 und 2017 aufwendig saniert worden. Die Insolvenz einer beteiligten Firma hatte zur Folge, dass die Saison 2015 komplett ins Wasser fiel. Die Kosten addierten sich am Ende auf fast zehn Millionen Euro. Aktuell wird das Planschbecken modernisiert, die Arbeiten sollen laut Stadt Ende Juni abgeschlossen sein.

Das Willersinn-Bad lockt mit einem 50 Meter langen Sportbecken aus Edelstahl, einem kombinierten Lehr- und Nichtschwimmerbecken, einem Matschspielplatz, einem Beachvolleyballfeld und der Möglichkeit, auch direkt in den Weiher zu steigen. Vor vier Jahren ist eine Großschaukel aufgestellt worden. Das zwei Meter tiefe Schwimmerbecken ist 50 Meter lang und 21 Meter breit. Rollstuhlfahrer können mittels eines mobilen Lifts ins Wasser gelangen. Nach fast rekordverdächtigen Besucherzahlen mit 138.000 Gästen im Hitzesommer 2018 lag die Zahl im ersten Corona-Sommer deutlich darunter. Das Willersinn-Freibad öffnet an den einzelnen Wochentagen unterschiedlich zwischen 7 und 9 Uhr, schließt aber generell um 20 Uhr. Tickets können online gebucht und bezahlt werden. Erwachsene zahlen vier Euro, Kinder ab sechs Jahren 2,50 Euro. Corona-Auflagen gibt es nicht mehr.

Günstiges Bliesbad

Als Alternative zum Willersinn-Freibad bietet sich das von einem Förderverein betriebene Bliesbad mit Kleinkinderbecken und Ufer-Rutschanlage zwischen Mundenheim und der Gartenstadt an. Die rund 750 Vereinsmitglieder zahlen keinen Eintritt, Gäste einen Obolus: Jugendliche einen Euro und Erwachsene zwei Euro. Geöffnet ist das Familienbad unter der Woche von 10 bis 20 Uhr und an Wochenenden von 9 bis 20 Uhr.

Poolparty im August

Die ersten Tage haben im Speyerer Sport- und Erlebnisbad „bademaxx“ die alten Zeiten neu belebt. Der Zuspruch war ab dem ersten Tag enorm, die Becken waren voll. Einschränkungen gibt es keine mehr. Die aus Corona-Bestimmungen verbliebenen Bahnenführungen werden allseits gelobt.

Täglich, 10 bis 19 Uhr (Juli und August 8 bis 20 Uhr) können die Besucher zwischen dem Freizeit- und dem Schwimmerbecken im Freibad wählen. Hinzu kommt der Kleinkinderbereich. Zum Verweilen stehen im Außenbereich des Bistros zirka 80 Plätze zur Verfügung. Weitere 50 gibt es im Hallenbad.

Das Einzugsgebiet der Besucher zieht sich im Norden bis Ludwigshafen, im Westen bis Neustadt an der Weinstraße und im Badischen bis Schwetzingen und Hockenheim. Auch aus dem Landauer Raum kommen Gäste. Im letzten durchgehenden Öffnungsjahr 2019 wurden in der Saison zwischen Mai und September 75.000 Besucher im Freibad gezählt. 2020 und 2021 waren es coronabedingt und durch die damit verbundenen kürzeren Öffnungszeiten etwa 30.000.

Mit einem Verlust von 2,1 Millionen Euro gingen die Stadtwerke Speyer als Betreiber des 2007 eingeweihten Bades aus dem Jahr 2020 heraus. Beschäftigt werden im „bademaxx“-Betrieb 21 Personen als Stamm. Dazu kommen zehn Aushilfen. Größere Instandsetzungen waren bisher aufgrund des Alters der Anlage nicht notwendig. Kleinere Maßnahmen gibt es fortlaufend.

In diesem Jahr steht als Besonderheit die Sommer-Pool-Party zum 15-jährigen Bestehen des „bademaxx“ am 6./7. August mit dem Hoffe-Express, dem Fan-Mobil der TSG Hoffenheim, an. Am 11. August gibt es außerdem einen Familientag zum Jubiläum mit Spiel und Spaß durch das Zephyrus-Team.

Planschen in Piratenbucht

Allzu viele Freibäder mit eigenem Berg gibt es wahrscheinlich nicht. Das Frankenthaler Strandbad jedenfalls hat den Monte Scherbelino - immerhin 117 Meter hoch. Die eigentliche Besonderheit des knapp 17 Hektar großen Geländes aber ist sein parkähnlicher Charakter mit altem Baumbestand, den großzügigen Liegewiesen und die zentralen miteinander verbundenen Weiher.

Die Anlage bietet Besuchern ein 50-Meter-Sportbecken, ein wegen seiner Form Sternenbecken genanntes Bassin für Nichtschwimmer und einen für Kinder gestalteten Bereich namens Piratenbucht. Dieser Teil war mit rund 1,6 Millionen Euro gleichzeitig auch die größte Investition der zurückliegenden Jahre. Zuletzt floss rund eine Million in den Ausbau des Filterhauses und des Eingangs mit den Kassenhäuschen.

Während der beiden Coronasaisons, in denen zum Teil mit Blockzeiten gearbeitet wurde und das Bad deutlich später im Jahr als sonst üblich öffnete, kamen lediglich 46.000 (2021) und 36.000 Badegäste (2020). In normalen Jahren strömen 100.000 Menschen und mehr, an Spitzentagen kommen 6000 bis 8000 Besucher – vorwiegend aus dem Raum Frankenthal und den nördlichen Stadtteilen Ludwigshafens. Ein Besuchermagnet sind auch die Veranstaltungen auf dem Gelände. Traditionell eine Woche vor Beginn der Sommerferien findet das Strandbadfest mit Live-Musik und Sportprogramm statt – in diesem Jahr am 15. und 16. Juli.

Das Strandbad Frankenthal ist seit 26. Mai täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Die letzten Badegäste werden eine Stunde vor Schließung eingelassen. Schwimmer- und Sternbecken sowie die Piraten-Bucht können nach Angaben der Stadtwerke bis eine halbe Stunde vor Toresschluss genutzt werden. Ein Überbleibsel aus der Pandemiezeit: Tagestickets können auch weiterhin online gekauft werden.

Noch Fragen?

Informationen im Internet unter folgenden Adressen: ludwigshafen.baeder-suite.de und www.blies-bad.de (Ludwigshafen), www.bademaxx.de (Speyer) und www.strandbad-ft.de (Frankenthal).

Ab ins Wasser: Auch im Frankenthaler Strandbad gibt’s Badespaß.
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Das Bademaxx in Speyer feiert 15-jähriges Bestehen.
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