Irgendwo in LU
Warum Ute Scheller die Kerwe schätzt
Sie stammen aus Ruchheim?
Nein. Ich komme aus Maudach. Aber mein Mann stammt aus Ruchheim. Er hat hier auch Handball gespielt, bis es nicht mehr ging. Heute spielt dafür unser Sohn beim TV Ruchheim Handball. Wir haben auch hier im Schloss geheiratet. Hier auf der Kerwe trifft man sich einfach. Mein Mann arbeitet seit 39 Jahren bei der BASF. Er hat sich extra für die Kerwe Urlaub genommen.
Maudach feiert das Fest ein wenig später. Es stand aber auf der Kippe. Findet die Kerwe dieses Jahr überhaupt statt?
Kerwe in Maudach ist immer am zweiten Wochenende im Oktober. Aber ich weiß nicht, ob dieses Jahr etwas stattfindet. Ich habe auf alle Fälle noch nichts gehört. Ich hoffe aber, dass dort auch gefeiert wird.
Was verbinden Sie mit der Kerwe?
Es gehört zur Tradition. Man trifft hier immer die Leute. Und der Montag mit den Leberknödeln gehört zur Tradition im Haus Scheller. Mein Mann hat dafür seine Mutter abgeholt. Am Sonntag waren wir auch hier. Da sind wir mit dem Rad gekommen. Anschließend waren wir sogar auf dem Fußballplatz dabei.
Wie lange fährt man denn mit dem Rad aus Maudach?
Über Mutterstadt sind das nur 20 Minuten – aber wir haben auch Elektrofahrräder.
Essen Sie unterm Jahr keine Leberknödel?
Doch! Ich hole hin und wieder von K&K in Oggersheim. Die sind gut. Und in Adams alter Scheuer soll es auch welche geben, aber die haben wir noch nicht probiert.
Wie ist es ansonsten? Gehen Sie zum Feiern eher nach Maudach oder nach Ruchheim?
Nach Maudach. Hier in Ruchheim sind wir nur zur Kerwe und zum Blumenkohlfest. In Maudach gibt es in dieser Hinsicht mehr. Wenn ich da nur an die Bruchfeste denke. Es ist gut, dass die dieses Jahr wieder stattgefunden haben, auch wenn es deutlich weniger waren.
Lag das nur daran, dass die Saison später begonnen hat?
Das war bestimmt ein Grund. Aber die Hauptsache war, dass die Vereine keine Helfer mehr haben.
Haben Sie selbst auch schon bei Festen mitgeholfen?
Ja. Ich war selbst 14 Jahre lang im Schulelternbeirat. Da habe ich bei einer ganzen Menge Festen mitgeholfen.