Ludwigshafen
Umzug: Hafenbetriebe verlassen Zollhof-Hochhaus
Die Hafenbetriebe Rheinland-Pfalz ziehen innerhalb von Ludwigshafen um. Der Verwaltungssitz wird vom Zollhof-Hochhaus in das Gebäude des Ostasien-Instituts an der Rheinpromenade verlegt. Erster Bürotag dort ist am Montag. Dies hat das Unternehmen mitgeteilt.
„Mit den neuen Büroflächen bieten wir unseren Mitarbeitern ein moderneres und effizienter nutzbares Umfeld. Damit steigern wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber und sind zudem näher bei unseren Kunden,“ sagt Geschäftsführer Alexander Voigt, der seit Juli 2024 neuer Hafenchef ist und auf Franz Josef Reindl folgte, der in Ruhestand ging.
Vor Hochwasser geschützt
Die Hafenbetriebe haben unter Reindl das Gebäude am Rhein gekauft, das hochwassergeschützt auf Stelzen gebaut wurde. Hintergrund: Das Ostasien-Institut der Ludwigshafener Hochschule benötigt nicht mehr den ganzen Platz, sodass nach einem Umbau im Erdgeschoss Büroräume für den Hafen entstanden sind. Die oberen Etagen nutzt das Ostasien-Institut weiterhin als Mieter.
Eigentlich war der Umzug im Oktober 2025 geplant, doch die Arbeiten haben sich verzögert. „Die Themen Wirtschaft, Kultur und Sprachen Ostasiens passen wunderbar zur international agierenden Güterschifffahrt – wir freuen uns auch insofern sehr auf die neue Nachbarschaft“, sagt Voigt.
Büros in 60 Metern Höhe
Die Hafengesellschaft hatte ihren Sitz bisher in rund 60 Metern Höhe in dem 1967 errichteten Hochhaus an der Zollhofstraße 4. Zuletzt seien die Büroflächen auch wegen des zwischenzeitlichen Personalzuwachses nicht mehr zeitgemäß gewesen, so Hafenchef Voigt. Eine weiteres Problem waren ab und an auftretende technische Probleme mit den Aufzügen in dem Hochhaus. Außerdem ist der neue Verwaltungssitz näher am Bauhof der Hafenbetriebe auf der Parkinsel.
Dass die Häfen in Ludwigshafen und Mannheim eine zentrale Bedeutung für die Wirtschaft in der Region haben und einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Straßen und der Umwelt leisten, ist aktuell in einer von den Industrie- und Handelskammern (IHK) Rhein-Neckar und Pfalz beauftragten Studie untersucht worden, deren Ergebnisse am Freitag, 24. April, beim „Hafenforum 26“ in den Räumen der IHK Mannheim präsentiert werden.
40 Mitarbeiter
Die Häfen Rheinland-Pfalz GmbH mit Sitz in Ludwigshafen hat 40 Mitarbeiter, davon arbeitet etwa die Hälfte in der Verwaltung und der Rest im Bauhof. Das Landesunternehmen verwaltet die Häfen in Ludwigshafen, Wörth und Lahnstein. Mit dem Mannheimer Hafen gibt es eine enge Zusammenarbeit. Die Häfen Ludwigshafen und Mannheim blicken auf ein etwas besseres Geschäftsjahr 2025 zurück: insgesamt wurden über 11,8 Millionen Tonnen Güter wasserseitig umgeschlagen, davon 5,7 Millionen Tonnen Güter in Ludwigshafen und 6,1 Millionen Tonnen in Mannheim.
In Ludwigshafen machen die chemischen Erzeugnisse den größten Teil des Umschlags aus, gefolgt von Erdöl, Mineralöl, Mineralölerzeugnissen und Gasen. Die drittgrößte Gütergruppe sind Steine und Erden. In Mannheim wird der höchste Umschlag im Bereich Nahrungs- und Futtermittel erzielt, gefolgt von festen mineralischen Brennstoffe wie Kohle sowie chemischen Erzeugnissen.