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Schwimmendes Fünf-Sterne-Hotel: Die „Avalon Vista“ macht in Ludwigshafen fest.
Schwimmendes Fünf-Sterne-Hotel: Die »Avalon Vista« macht in Ludwigshafen fest.

Kreuzfahrtschiffe gehen nach der Corona-Zwangspause seit April wieder in Ludwigshafen vor Anker. Die Anlegestelle ist direkt an der Rhein-Galerie und bringt der Mall neue Kunden.

Die „Avalon Vista“ ist für den Reiseveranstalter „Avalon Waterways“ auf Rhein und Mosel unterwegs. Das schwimmende Hotel wurde vor zehn Jahren auf einer Schiffswerft in den Niederlanden gebaut. Als Dreieinhalbdeck-Kabinenschiff der Fünf-Sterne-Kategorie verfügt sie über 64 Standard-, 17 Komfortkabinen und zwei Suiten. Die Kabinen sind klimatisiert und mit Dusche, WC, Fernsehgerät, Telefon und Safe ausgestattet.

In Ludwigshafen legt das Schiff behutsam an dem Anleger an der Rhein-Galerie an. Matrosen vertäuen den Pott mit den Pfosten im Wasser. Eine fest installierte Landungsbrücke erlaubt Mannschaft und Passagieren, das Ufer bequem zu erreichen. Über den Anleger freut sich Rhein-Galerie-Manager Patrick Steidl (43). Die Kreuzfahrtschiffe sorgten für eine „spürbar“ erhöhte Kundenfrequenz.

Internationales Publikum

Die Reederei Avalon Waterways wendet sich im Internet an ein internationales Publikum: Briten, Italiener, US-Amerikaner, Kanadier sowie Kunden aus Afrika, Asien wie auch Australien. Fünf Länder in elf Tagen verspricht der Anbieter bei der Fahrt entlang von Rhein und Mosel: Die Schweiz, Deutschland sowie Frankreich, Luxemburg und die Niederlande werden auch durch Tagesausflüge für die Reisenden erkundbar. Mehrere Varianten der Kreuzfahrt führen von Basel nach Amsterdam oder anders herum. Ludwigshafen ist dabei stets ein Anlegepunkt.

Bei der „Nordkurs“-Variante geht es nach der Einschiffung in Basel nach Breisach, wo die Gäste den Schwarzwald entdecken können. Französischer Flair wird beim Halt in Straßburg und einer Stadtrundfahrt vermittelt, bevor das Schiff am vierten Tag der gut 4000 Euro teuren elftägigen Tour in Ludwigshafen ankert. Die Chemiestadt wird nicht als Ausflugsziel, sondern nur als Anlegestelle genannt. Geworben wird mit Ausflügen zum Weinfass in Bad Dürkheim, zum Heidelberger Schloss und den Philosophenweg oder zu Schloss Frankenstein im Odenwald.

Mit Reisebussen zum Landausflug

Dafür stehen auch mehrere Reisebusse am Ende der Rhein-Galerie parat, als die „Avalon Vista“ festmacht. Nachdem die Passagiere die Kurpfalz erkundet haben, geht’s weiter Richtung Norden nach Koblenz und Bernkastel. Nach einer Woche erreicht das Kreuzfahrtschiff Luxemburg. Von dort fährt es wieder nach Rheinland-Pfalz: In Cochem erwarte die Passagiere der „Zauber des Moseltals“. Der vorletzte Anleger ist in Köln, bis am zehnten Tag Amsterdam vorm Bug liegt. Nach einem Tag Aufenthalt endet die Reise dort.

Der Kreuzfahrt-Anleger in Ludwigshafen wurde 2017 von der Firma River Dock gebaut. Betreiber ist die ebenfalls schweizerische Firma River Advice. Deren Sprecher Stefan Ammann rechnet in der Hauptsaison von Mai bis Ende Oktober mit 400 Schiffen, die in Ludwigshafen anlegen. 50.000 Passagiere sollen dieses Jahr auf ihren Kreuzfahrten in Ludwigshafen vor Anker gehen.

Zwar sei River Advice mit dem Saisonstart zufrieden, so Ammann. Jedoch sei die Auslastung „noch nicht auf dem Niveau vor Corona“. Die Branche sei durch Kostensteigerungen beim Treibstoff, aber auch fürs Personal und bei Reparaturen belastet. Dennoch sei das Unternehmen froh, dass wieder Kreuzfahrten stattfinden können. „Nach wie vor haben wir und wohl die gesamte Tourismusbranche jedoch mit großen Herausforderungen zu kämpfen“, meint Ammann.

Rund 400 solcher Schiffe legen in der Saison an der Rhein-Galerie an.
Rund 400 solcher Schiffe legen in der Saison an der Rhein-Galerie an.
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