Kommentar Selbstzufriedenes Ministerium

Eine Lehrerin schreibt in einer Schule Worte an eine Tafel.
Eine Lehrerin schreibt in einer Schule Worte an eine Tafel.

Der Hilferuf von Schulleiterin Barbara Mächtle war mutig und wichtig. Mehr Personal für die Gräfenauschule ist trotzdem nicht in Sicht.

Dass es im Hemshof eine Schule gibt, an der 98 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben und wohl 40 Kinder die erste Klasse wiederholen müssen, weiß inzwischen halb Deutschland. Das Medieninteresse, das auf Barbara Mächtle einprasselt, ist jedenfalls riesig. Und tatsächlich gibt es viel Wohlwollen und etliche Nachfragen, wie der Schule geholfen werden kann. Das Ministerium wirkt indes hauptsächlich selbstzufrieden. Sieben zusätzliche Stellen seien bisher schon zur Verfügung gestellt worden. Offensichtlich reicht das aber bei Weitem nicht. Dass „Mainz“ trotzdem nicht bereit ist, „Akut-Hilfe“ zu leisten, ist eine niederschmetternde Nachricht.

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