Ludwigshafen Schulen: SPD-Stadtratsfraktion in Ludwigshafen für Stärkung der Schulsozialarbeit
Nachdem Schüler der Karolina-Burger-Realschule plus in Mundenheim zuletzt drei Mal Reizgas versprüht hatten und ein Schüler einen Böller in den Pausenhof geworfen hatte, meldet sich der jugendpolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, Osman Gürsoy, zu Wort.
In einer Pressemitteilung fordert der Sozialdemokrat, „die Schulsozialarbeit als wesentlichen Bestandteil der Prävention zu stärken“. Er lobt das Konzept des Landes einer vernetzten Vorgehensweise zwischen Jugendhilfe, Polizei und Schulen. „Nur mit gezielten und durchdachten präventiven Maßnahmen und Reaktionen auf akute Gefährdungssituationen schaffen wir ein gesundes Klima an unseren Schulen“, sagt Gürsoy. „Die Förderung der Schulsozialarbeit ist dabei essenziell. In Ludwigshafen sind nicht ohne Grund seit über 25 Jahren erhebliche Mittel in Schulsozialarbeit an allen Schularten geflossen, auch in Grundschulen. Damit waren wir sogar Vorreiter in Rheinland-Pfalz bei der Implementierung der Schulsozialarbeit im Rahmen der Jugendhilfe.“
Warnung vor Stigmatisierung
Probleme bestünden nicht nur in der Karolina-Burger-Realschule plus, betont SPD-Fraktionsvorsitzende Julia May. „Die Probleme sind immer ähnlich und Täter immer einzelne wenige. Aber die Belastungen des Schulalltags dadurch sind immens.“
Die SPD-Politiker warnen vor einer Stigmatisierung einzelner Schulen und sprechen sich dafür aus, „die für Jugend zuständigen Ansprechpartner bei der Polizei und das Haus des Jugendrechts als interdisziplinäre Einrichtung wieder mehr einzubeziehen“. Gemeinsam mit dem Stadtvorstand und der Verwaltung müsse der Stadtrat als verantwortliches politisches Organ in der Stadt die Schulleitungen sowie die Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen, die Situation nachhaltig zu verbessern.