Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Rheingönheim: Sanierung des Gemeindehauses erneut verschoben

Steht unter Denkmalschutz: das Gemeindehaus in der Ortsmitte.
Steht unter Denkmalschutz: das Gemeindehaus in der Ortsmitte.

Im Rheingönheimer Ortsbeirat wächst der Unmut über die sich immer weiter hinauszögernde Sanierung des Gemeindehauses. Das Projekt sollte schon vor Jahren über die Bühne gehen, aber es tut sich immer noch nichts.

In einer Antwort auf eine Anfrage des Rheingönheimer Ortsvorstehers Wilhelm Wißmann (CDU) teilte der städtische Bereich Gebäudewirtschaft dem Ortsbeirat mit, dass die Sanierung des denkmalgeschützten Gemeindehauses vorbereitet werde und „voraussichtlich im Herbst 2025 Mittel dafür zur Verfügung stehen“. Voraussetzung sei jedoch ebenso, dass dann im Bereich Hochbau genügend Personal zur Bearbeitung der Planung zur Verfügung stehen werde, heißt es weiter zu dem seit Langem geplanten Projekt.

Bei der letzten Begehung des Gemeindehauses im vergangenen Sommer mit Zuständigen der Stadt sei angesprochen worden, dass im Jahr 2024 mit der Sanierung der Gebäudehülle begonnen werden soll, rief Ortsvorsteher Wißmann in der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Erinnerung. „Es hieß, dass das Dach und die Außenfassade sowie der Keller gemacht wird“, sagte er. Später solle die Sanierung im Inneren weitergehen. „Jetzt wird versucht, die Sanierung der Fassade hinauszuschieben. Das war so nicht abgesprochen“, machte er seinem Ärger Luft.

Fördermittel gibt es erst ab Herbst 2025

Wie der städtische Bereich Gebäudewirtschaft weiter schriftlich informierte, liege das Gemeindehaus mit der Ortsverwaltung innerhalb des Rheingönheimer Stadterneuerungsgebiets. Ab 2024 solle dafür ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt werden, das vom Fördermittelgeber anerkannt werde. Als eines der ersten Projekte dieses Programms solle die Sanierung des Gemeindehauses mit der Ortsverwaltung umgesetzt werden, kündigte die Stadtverwaltung an. Voraussetzung dafür seien aber entsprechende Beschlüsse des Stadtrats im Juni 2024 und genügend Personal zur Planung im Bereich Hochbau. Ein konkreter Baubeginn könne erst nach Prüfung und Genehmigung der Maßnahme durch den Fördermittelgeber erfolgen. „Mittel dafür werden voraussichtlich im Herbst 2025 zur Verfügung stehen.“

Nach weiteren Angaben gehören zur Sanierung des Gemeindehauses neben dem Dach und der Gebäudehülle auch die gesamte Haustechnik und die Herstellung der Barrierefreiheit. Dazu kämen auch mögliche Veränderungen für die künftige Nutzung. Aus wirtschaftlichen und technischen Gründen, um nicht zweimal am Objekt Baumaßnahmen durchführen zu müssen, sollte alles „gesamthaft“ umgesetzt werden, teilte die Gebäudewirtschaft mit.

Sanierungsstart erst 2026?

Bei Wißmann stieß diese Argumentation auf wenig Verständnis: Das Nutzungskonzept habe mit der Sanierung von Dach und Fassade nichts zu tun, meinte der Ortsvorsteher. Wenn das entsprechende Entwicklungskonzept 2024 oder 2025 endlich fertig sei, werde es frühestens 2026 mit der Sanierung losgehen, befürchtet er. Der Rheingönheimer Ortsbeirat teilte seine Unzufriedenheit. Zumindest einen verbindlichen Zeitplan zur Sanierung der Außenhülle hätte man sich gewünscht. Doch es scheint weiterhin Geduld gefragt.

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