Kommentar
Rheinbrücken: Das wird ein hartes halbes Jahr für Politiker, Planer und Pendler
„Das ist eine gute Frage.“ So antwortete Björn Berlenbach, Leiter der Ludwigshafener Tiefbausparte, als die RHEINPFALZ Freitag zu einem eventuellen „Plan B“ nachhakte, sprich: Was passiert, wenn die vorgestellten Bauabläufe pulverisiert werden, sollte es an der ein oder anderen Stelle zu unvorhergesehenen Pannen oder Verzögerungen kommen? Doch Berlenbach beruhigte: Eine solche Risikoabwägung sei bei den Überlegungen eingepreist, Zeitpuffer vorsorglich integriert worden. Zudem gebe es immer die Möglichkeit, das Tempo der Arbeiten zu beschleunigen – etwa durch Sonderschichten auf den Baustellen. Dennoch: Viel darf bei einem dermaßen straff geschnürten Korsett nicht schieflaufen, sonst müssen alle Partner fix einen neuen Schlachtplan aus dem Hut zaubern.
So oder so werden die Monate vor der Kommunalwahl recht anstrengende für Politiker, Planer, Bauarbeiter und nicht zuletzt für Tausende Pendler, die täglich per Auto oder Bahn die Rheinseite wechseln müssen. Sie werden bereits seit der Sperrung der Hochstraße Süd vor viereinhalb Jahren sowie durch die jüngsten Streiks auf eine harte Probe gestellt. Und nicht jeder von ihnen dürfte von Berlenbachs nett gemeintem Tipp entzückt sein: „Die Brücken einfach mal zu Fuß überqueren.“
