Ludwigshafen / Mannheim RHEINPFALZ Plus Artikel Party in der City: Bis zu 60.000 Besucher bei Fasnachtsumzug erwartet

Der gemeinsame Fasnachtsumzug von Ludwigshafen und Mannheim wird sich knapp zwei Kilometer am Rheinufer entlang bis zum Platz de
Der gemeinsame Fasnachtsumzug von Ludwigshafen und Mannheim wird sich knapp zwei Kilometer am Rheinufer entlang bis zum Platz der Deutschen Einheit an der Rhein-Galerie schlängeln.

69 Zugnummern, 24 Festwagen, Guggemusik und alemannische Hexen: Der gemeinsame Fasnachtsumzug mit Mannheim kehrt am 15. Februar nach Ludwigshafen zurück. Die Route steht.

Eine zentrale Lage, eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel, eine gut abgesicherte Zugstrecke und daneben viel Platz für die Besucher – nach der Premiere im Jahr 2024 wird sich der gemeinsame Fasnachtsumzug der Städte Mannheim und Ludwigshafen wieder knapp zwei Kilometer am Rheinufer entlang bis zum Platz der Deutschen Einheit an der Rhein-Galerie schlängeln.

Nur das Wetter bleibt ein Thema für sich, schließlich war die Witterung den Narren in Ludwigshafen nicht immer wohlgesonnen. „Von mir gibt es keine Spekulationen über das Wetter“, sagte Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) bei einem Pressetermin zum gemeinsamen Fasnachtsumzug der Schwesterstädte und lachte, während sein Ludwigshafener Amtskollege Klaus Blettner (CDU) noch „vom strahlenden Sonnenschein“ im vergangenen Jahr schwärmte. Da führte der Umzug im traditionellen Wechsel zwischen beiden Städten durch die Mannheimer City.

Nun also wieder der Wechsel über den Rhein unter bewährter Organisation der Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft (Lukom) und mit Sicherheitsvorkehrungen, über die im Detail geschwiegen wurde. „Die Strecke wird abgesperrt. Dabei folgen wir den Empfehlungen der Polizei“, erklärte Lukom-Geschäftsführer Christoph Keimes. Und mit Blick auf Grundvoraussetzungen wie Baustellensituation, vorgeschriebene Wendekreise, genügend Abstand nach oben und ohne Verkabelung über die Straße gebe es zur Rheinallee in Richtung Platz der Deutschen Einheit aktuell auch keine Alternative, erklärten Keimes und Projektleiterin Sarah van Rijbroek.

Höhepunkt der Saison

Aber auch wenn sich auf der nahezu kerzengeraden Strecke niemand verlaufen könne: „Für uns Fasnachter ist das wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Geburtstag an einem Tag. Da ist so viel Adrenalin im Körper – da schwebt man den ganzen Tag“, bekannte Christoph Heller vor dem 71. Fasnachtsumzug Mannheim/Ludwigshafen. Doch nicht nur der Vorsitzende des Großen Rates konnte den Startschuss für den Höhepunkt der Fasnachtssaison kaum noch abwarten. Auch Klaus Blettner und Christian Specht freuen sich auf die Großveranstaltung auf Ludwigshafener Boden. „Fasnacht verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Genau das brauchen wir in diesen Zeiten“, befand Specht.

Wie immer mittendrin: Christoph Heller, Präsident des Großen Rates.
Wie immer mittendrin: Christoph Heller, Präsident des Großen Rates.

Mit rund 2500 Aktiven auf der Strecke und „mehreren Zehntausend Zuschauern“ am Wegesrand sei der gemeinsame Fasnachtsumzug eine der größten Eintagesveranstaltungen bei freiem Eintritt im Südwesten. „Bei gutem Wetter rechne ich mit 60.000 Besuchern“, sagte Heller. Dafür sei das Geld gut angelegt. „Wir liegen bei einem Aufwand von rund 150.000 Euro für den gesamten Umzug“, sagte Keimes. Der größte Teil werde von Sponsoren getragen. „Wir liegen bei rund 1,50 Euro pro Festbesucher. Das ist spottgünstig“, rechnete Specht vor.

Möglich sei das allerdings nur durch den großen ehrenamtlichen Einsatz, der von allen Zugteilnehmern geleistet werde, erinnerte Thomas Dörner von der Karneval-Kommission-Mannheim (KKM). Der gemeinsame Dank galt daher allen Vereinen und Organisationen, die sich so wieder auf 69 Zugnummern summieren. Darunter sind 24 Festwagen mit karnevalistischen Motiven – die Fasnacht in der Kurpfalz ist bei den Motivwagen selten politisch – und zwei klassische Musikgruppen, die Guggemusiker der Huddelschnuddler und eine Hexengruppe aus der alemannischen Fasnacht. Mannheim bilde mit 42 Zugnummern den größeren Teil des närrischen Lindwurms. Letztlich sei das aber eine Randnotiz, denn alle Teilnehmer hätten das gemeinsame Ziel, den Zuschauern Spaß und Unterhaltung zu bereiten.

Bonbons und Geschenke

Dafür betreiben sie großen Aufwand, erklärte Heller: „Es kostet bis zu 7500 Euro, einen Wagen zu stellen.“ Die ehrenamtliche Arbeit für die Aufbauten sei dabei noch ebenso wenig eingerechnet wie das Wurfmaterial aus Bonbons und kleinen Geschenken, die auf die Zuschauer während der rund dreieinhalb Stunden niederprasseln werden.

Los geht es am Sonntag, 15. Februar, um 13.11 Uhr an der Kreuzung von Rheinallee, Wittelsbachstraße und Schwanenallee. Sprecherstationen gibt es bei der Ehrengasttribüne auf Höhe der Walzmühle und am Platz der Deutschen Einheit. Allen Besuchern wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen.

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