Kommentar
Parkraumkonzept: Ohne Kontrolle verpufft der Effekt
Nein, es wird in Ludwigshafen keine wundersame Parkplatzvermehrung geben, auch wenn das vorgestellte Parkraumkonzept speziell im Innenstadtbereich (Süd, Nord, Mitte) rund 390 neue Parkplätze vorsieht. Letztlich handelt es sich dabei um neue Parkzonen, die lediglich den Anwohnern vorbehalten sind. Kurzparkplätze für Kunden oder Besucher fallen also weg.
Das klingt zumindest für die Anwohner zunächst einmal nach einer Verbesserung, hat aber einen Haken, den Bereichsleiterin Edeltraud Heller-Andor am Montag auch klar aufzeigte: Die neuen Anwohnerparkzonen sind nur so stark wie ihre Einhaltung. Und dafür braucht es Überwachung, die mit dem vorhandenen Personal im Bereich des ruhenden Verkehrs nicht zu leisten ist. Einstellungen sieht die aktuelle Haushaltslage allerdings nicht vor.
Dass außerdem gerade im Hemshof eine Umwidmung zum reinen Anwohnerparken nur funktionieren kann, wenn es auch Ersatzparkflächen in Form von Parkhäusern gibt, wie sie in der Innenstadt reichlich und auch gut erreichbar vorhanden sind, ist ein weiteres Problem. So empfiehlt das Konzept zwar ein neues Parkhaus. Ob, wann und von wem dies umgesetzt, also gebaut werden soll, blieb in dem umfangreichen und einhellig begrüßten Verwaltungswerk jedoch offen.