Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Mozartschule: Neue Klassenzimmer in 35 Containern

Auf drei Etagen stapeln sich die Stahlcontainer mit Raummodulen vor der Mozartschule.
Auf drei Etagen stapeln sich die Stahlcontainer mit Raummodulen vor der Mozartschule.

Die Mozartschule in Rheingönheim platzt aufgrund von gestiegenen Schülerzahlen seit Längerem aus allen Nähten. Nun ist Abhilfe in Sicht. Am Mittwoch haben die Aufbauarbeiten für sogenannte Raummodule in Stahlcontainern begonnen, am Donnerstag sind sie abgeschlossen worden.

Nun beginnt der Innenausbau, der bis Mitte April abgeschlossen sein soll. Am Mittwochmorgen war zunächst die Hilgundstraße vor der Mozartschule für den Durchgangsverkehr gesperrt gewesen. Mit Containern beladene Tieflader haben in der engen Straße zum Entladen gewartet. Ein mächtiger Kran am Eingang zum Schulhof hatte die leuchtend grünen Container Stück für Stück an ihren vorgesehenen Platz gehievt. Der Stapel aus insgesamt 35 Containern reckt sich nun bis zu drei Stockwerke in die Höhe.

In den Wochen zuvor war der vorgesehene Platz am Rand des Schulhofgeländes zum dahinter liegenden Mozart-Park freigemacht und der Untergrund von Bauarbeitern für die kommenden Lasten befestigt worden. „Ich bin überrascht, wie schnell das jetzt gegangen ist“, freute sich Rheingönheims Ortsvorsteher Wilhelm Wißmann (CDU) auf der Ortsbeiratssitzung am Mittwochabend. Für die Container sei eine größere Fläche nötig gewesen, an die 100 Quadratmeter, schätzt er.

Container stapeln

Der Aufbau selbst ging verblüffend schnell. Schon am Donnerstagmittag präsentierte sich das Container-Bauwerk äußerlich nahezu fertig. Zum neuen Schulhaus hin stehen drei Stockwerke von übereinander gestapelten Containern. Davor zur Hilgundstraße hin schließen sich in der Höhe zwei Stockwerke an. Direkt gegenüber befindet sich das alte Schulhaus. „Das war schon eine enge Kiste, die Container da reinzustellen“, räumte Projektleiter Lothar Killian vor Ort ein.

Nun könne die Dachmontage beginnen. Die beiden Container sollen mit einer Dachterrasse abgeschlossen werden. Wie von außen gut zu sehen ist, enthalten einige der 35 Container ein fertiges Treppenhaus aus Metall, der vorgeschriebene zweiter Fluchtweg. Quasi ab sofort beginne nun auch der Innenausbau für Heizung, Lüftung und den Sanitärbereich. Im „Containerhaus“ sind auch eigene Behinderten-Toiletten geplant, dazu vier Klassenzimmer und ein Lehrerraum, kündigte er an. Und das alles bis zum 15. April, so das Ziel.

Pausenhof im Mozartpark

Darüber, dass die von den „Containerklassen“ beanspruchte Fläche den bisherigen Schulhof doch merklich verkleinern wird, haben sich am Mittwoch auch die Ortsbeiräte Gedanken gemacht. SPD und FDP kommen zu dem Schluss, dass auf der zur Verfügung stehenden Fläche nicht mehr genügend Platz für die fast 400 Schüler ist. Vorgeschlagen wird deshalb, im angrenzenden Mozartpark eine Fläche als zusätzlichen Pausenhof herzurichten. In ihrer Stellungnahme zeigt sich die Stadtverwaltung grundsätzlich offen für die Idee und schlägt eine Einbeziehung des bereits umzäunten Spielplatzes in dem Park vor. Das Anliegen werde von den beteiligten Fachbereichen Umwelt und Schulen geprüft, heißt es.

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